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Ethnologie in Trier

Angesichts einer zunehmend globalisierten Welt kommt der „Wissenschaft vom kulturell Fremden“ (Kohl) eine Schlüsselrolle zu. Der Lehrstuhl in Trier hat seit seiner Gründung das Fach als moderne Kulturanthropologie gelehrt. Als solche ist sie eine empirische und vergleichende Wissenschaft, die nachprüfbare Aussagen über den Menschen als den Schöpfer und Träger von Kultur machen will. „Die grundlegende Aufgabe der Ethnologie besteht darin, die verschiedenen ‚Weltverständnisse‘ zu entschlüsseln und zu übersetzen, d. h. kulturübergreifend verstehbar zu machen“ (Tiemann 1996 ‚Was ist Ethnologie‘). Diesem Credo wird der Lehrstuhl verbunden bleiben.

Mit der Einbindung in den integrierten Studiengang Internationale Beziehungen/Entwicklungsländer war die Trierer Ethnologie seit jeher bemüht, das Fach auch übergreifend und praxisbezogen zu lehren. Damit war der Lehrstuhl in seiner Widmung zumindest in Deutschland einzigartig, auch wenn seine Wirkung aufgrund der begrenzten Studienmöglichkeit als Nebenfach innerhalb der Disziplin in Deutschland letztlich gering blieb.

Die Studienlandschaft in Deutschland hat sich mit der Einführung von BAMA-Studiengängen und der bedrohlichen Lage für die „kleinen“ Fächer gerade auch in der Ethnologie verändert. Es werden zunehmend Studiengänge angeboten, die die gesellschaftliche Relevanz und Aktualität der Ethnologie reflektieren. Trier hatte diesen Fokus schon in der Ägide des bisherigen Lehrstuhlinhabers (vgl. Reihe „Fokus Kultur: Trierer Beiträge zur gegenwartsbezogenen Ethnologie“ ( Hg. Antweiler/Schönhuth). Dieser Schwerpunkt soll auch in Zukunft als Alleinstellungsmerkmal erhalten bleiben.

Verstärkt werden der Praxiskonnex und die Methodenorientierung. Die Lehre soll konsolidiert und auf Mitarbeiterebene professionalisiert, das Profil durch Fokussierung auf drei praxisrelevante Schwerpunktbereiche geschärft und die Forschung zwischen Lehrstuhl und Drittmittelprojekten eng verzahnt werden. Ethnologische Praxiskompetenz und Praxiskontakte sollen durch die Einbindung von Berufsethnologen (‚practicing anthropologists‘) schon im Studium erworben werden. Die Ethnologie in Trier ist damit hervorragend aufgestellt, kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Prozesse in kulturell gemischten Gesellschaften und im internationalen Kontext zu erforschen und zu lehren und interkulturelle Kompetenz als Schlüsselqualifikation zu fördern. Sie bildet Studierende aus, die das Gelernte in ihren beruflichen Kontexten ebenso einsetzen, wie für Aufbaustudiengänge nutzen können.

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