Donnerstag, 28. April 2016

Aachen: Stadtbibliothek (in Koopertion mit dem Verein der Benutzer, Freunde und Förderer der Stadtbibliothek Aachen e. V)

Vortrag: Das Leben und Erbe des Nikolaus von Kues sowie seine Beziehungen zu Aachen

Referent:  Dr. Marco Brösch (Trier/Bernkastel-Kues)

 

Nikolaus von Kues (1401–1464) war nicht nur einer der größten Philosophen und Theologen des 15. Jahrhunderts, sondern als Kardinal, Diplomat und Fürstbischof von Brixen ein wichtiger Brückenbauer zwischen Deutschland und Italien an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit. Nach seinem Tod legte er testamentarisch fest, dass sein Besitz sowie der größte Teil seines Vermögens in das von ihm und seiner Familie in Kues gegründete St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift gebracht werden sollte. Zu diesem Erbe gehörte u. a. auch seine Büchersammlung, die bis heute zu den bedeutendsten Privatbibliotheken des späten Mittelalters zählt. Dabei war es ein wesentlicher Verdienst seines Sekretärs – dem Dekan am Aachener Marienstift und späteren Rektor des St. Nikolaus-Hospitals – Peter Wimars von Erkelenz († 1494), dass das Cusanusstift zum zentralen Gedenkort an den Kardinal wurde. Im Vortrag soll daher weniger die Theologie und Philosophie des großen Denkers von der Mosel, als vielmehr sein bewegtes Leben im Dienst der Kirche sowie sein Erbe und dessen Schicksal in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts im Fokus stehen. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auch auf die verschiedenen Beziehungen gelegt werden, die der Kardinal, aber auch sein Privatsekretär Peter Wimars von Erkelenz, zur Karlsstadt Aachen unterhielten.

 

 

Freitag, 24. Juni 2016

Studientag Nikolaus von Kues und Ramon Lull

Der ca. 1232 geborene Mallorquiner Ramon Lull, dessen Todestag sich 2016 zum 700. Mal jährt, gehört zu den faszinierendsten Gestalten des Mittelalters. Im Alter von etwa 30 Jahren beschloss er, sein bisheriges Leben am Hof des Königs aufzugeben und alles in seiner Macht Stehende für die Bekehrung der Muslime und Juden zu tun. Er lernte Arabisch und entwickelte eine Universalwissenschaft, mit deren Hilfe es möglich sein sollte, die Grundideen der verschiedenen Religionen miteinander zu vergleichen und auf ihre Wertigkeit hin zu überprüfen. Zu seinen Lebzeiten blieb Lull ein Außenseiter, aber nach seinem Tod erkannten wichtige Theologen und Philosophen den Reichtum seines Denkens. Nikolaus von Kues hat ihn besonders geschätzt und schon früh begonnen, seine Schriften zu sammeln sowie zu exzerpieren. Kein Autor der Tradition ist mit so vielen Werken in der Bibliothek des Kardinals vertreten wie Ramon Lull.

Im Rahmen des vom Institut für Cusanus-Forschung in Trier organisierten Studientages werden das bewegte Leben Lulls und seine Schriften, sein Beitrag zum interreligiösen Dialog im Kontext des spanischen Mittelalters und sein Einfluss auf Cusanus vorgestellt.

zum Programm

Zeit: 14.00 Uhr - 18.30 Uhr

Veranstaltungsort: Akademie Kues, Seniorenakademie und Begegnungsstätte, Stiftsweg 1, 54470 Bernkastel-Kues

Unkostenbeitrag: 10,- € (inkl. Kaffee, Kuchen, Kaltgetränke)

Anmeldung erbeten an:
Akademie Kues, Seniorenakademie und Begegnungsstätte
Tel.: 06531 9695-0 
Fax: 06531 9695-95
E-Mail Sekretariat: akademie(at)akademie-kues.de

 

 

 

21.-22. September 2016

VII. Jungcusanertagung – Jungcusaner Tagung 2016 in Chieti (Italien)

Università „G. d'Annunzio“ Chieti-Pescara, Chieti, Abruzzo, Italia
Dipartimento di Scienze filosofiche, pedagogiche ed economico-quantitative


Die Idiota-Dialoge des Nikolaus von Kues:
Philosophische, theologische und wissenschaftliche Inhalte

Einladung
1450 verfasst Nikolaus von Kues seine „Idiota“- Sammlung in vier Büchern, in denen er sich mit detaillierten philosophischen, theologischen und wissenschaftlichen Themen beschäftigt. In der Cusanus-Forschung des 20. und 21. Jahrhunderts wird die Figur des "Idiota" immer wieder auf Grund ihres besonderen Charakters hervorgehoben: Den "Idiota" zeichnet das konkrete Interesse für die menschliche Erkenntnis und für seine praktisch-experimentelle Dimension aus. Die vier zum Teil in den Abruzzen verfassten Bücher über den "Idiota" (De Sapientia I und II, De mente, De staticis experimentis) bieten uns einen breiten Forschungsbereich, der mehrere Wissenformen und Probleme
umfasst.

Weitere Informationen / further informations:
Call for papers Jungcusanertagung

 

 

20.-22. Oktober 2016

Symposion des Wissenschaftlichen Beirats der Cusanus-Gesellschaft zum Thema:

Nikolaus von Kues: Denken im Dialog

zum Programm

Tagungsungsort: Priesterseminar Trier, Promotionsaula

 

 

Campus Dialog Forschung

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