Diplom- und Magisterstudiengänge im Fach Soziologie
In einer Gesellschaft treffen tagtäglich Millionen von Menschen eine Vielzahl von Entscheidungen - was sie kaufen, wie viele Kinder sie haben, wen sie wählen, welchen Beruf sie ausüben wollen und vieles andere mehr. Der Soziologie kommt die Aufgabe zu, diese Vielfalt von Entscheidungen und daraus resultierende Handlungen und Handlungsfolgen zu analysieren. Und das bedeutet: sie sucht nach den sozialen und kulturellen Bestimmungsgründen dieser Handlungen.
Sie ist somit nicht so sehr an individuellen Besonderheiten interessiert, sondern an dem, was jenseits des Individuellen den Handlungen der Menschen gemeinsam ist. Sie versucht, verallgemeinernde Aussagen über das Handeln der Menschen in sozialen Gefügen zu treffen und versteht sich als empirische Wissenschaft. Soziologisches Wissen wird vor allem deshalb nachgefragt, weil es einem isolierten Zweck-Mittel-Denken die Tatsache der unbeabsichtigten Effekte entgegenhält, und damit den Blick auf die Strukturen richtet.
Das Fach Soziologie bietet eine fachspezifische Ausbildung, die sich an diesem Grundsachveralt orientiert. Es qualifiziert für jene Berufsfelder, in denen das Wechselspiel von individuellen Interessen und sozialen Erwartungen beziehungsweise sozialen Strukturen die beteiligten Akteure immer wieder mit Überraschungen konfrontiert. Die in den Modulhandbüchern der Studiengänge zu findenen Erläuterungen zu den Lehrinhalten geben diesbezüglich erste Hinweise.
Das Fach Soziologie wird an der Universität Trier als Kernfachbachelor (Sozialwissenschaften), als Hauptfachbachelor (Soziologie HF) sowie als Nebenfachbachelor (Soziologie NF) angeboten. Der Kernfachstudiengang hat in Trier ein spezifisches Profil, das nur an sehr wenigen Universitäten in Deutschland zu finden ist. Er wird als integrierter Studiengang zusammen mit den Fächern Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre angeboten. Studierende, die sich für den Kernfachstudiengang (Sozialwissenschaften) entscheiden, erwerben in Trier also eine Doppelqualifikation: sie haben nach Studienabschluss nicht nur einen Bachelorabschluss im Bereich Soziologie, sondern können zugleich eine breite wirtschaftswissenschaftliche Qualifikation nachweisen.
Studierende, deren Interessen sich nicht auf die Wirtschaftswissenschaften richten, können das Fach Soziologie im Rahmen des Haupt- und Nebenfachbachelors studieren und es - je nach Interessenlage - mit einer Vielzahl anderer Fächer kombinieren.








