Vertrieben, verfolgt, vergessen – die Kontinuität des Antiziganismus

Referent: Johannes Hartwig
Datum: Mittwoch, 17. November 2010, 18:00 Uhr
Ort: Raum B22

Seit Jahrhunderten werden Sinti und Roma als sogenannte „Zigeuner“ aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Als nicht zur Gesellschaft zugehörig, bedroht das Bild der „Zigeuner“ scheinbar die bürgerliche Gesellschaft in ihrer Gesamtheit. Kontinuierlich ziehen sich sowohl diskriminierende als auch romantisierende „Zigeunerbilder“ durch die Geschichte, von religiös geprägten Vorurteilen über den nationalen Ausschluss und eine völkisch-rassistische Verfolgung, die schließlich im NS Massenmord Gipfelte, bis hin zur heutigen Situation von Sinti und Roma in Deutschland und Europa.


Der Vortrag setzt sich mit den Stereotypen und der Geschichte des Antiziganismus auseinander und versucht deren Funktionsweisen und Kontinuitäten aufzuzeigen.

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