Infoveranstaltung zur Situation der MigrantInnen in Calais

Referentinnen: Zwei Aktivistinnen der "no Border"-Gruppe Frankfurt am Main
Datum: Mittwoch, 09. Dezember 2010 um 18:00 Uhr
Ort: Universität Trier, Raum B 13

In Calais, Frankreich, leben derzeit einige hundert Migrant_innen ohne Papiere auf der Straße und versuchen unerlaubt auf den Laderampen von LKWs über den Ärmelkanal nach England zu kommen. Da die Fahrzeuge an der Grenze mehrmals kontrolliert werden, ist das kein leichtes Unterfangen und die Migrant_innen bleiben oft monatelang in Calais. Dort bauen sie sich Unterschlüpfe am Strand und im Unterholz oder ziehen in leerstehende Häuser ein. Seit Herbst letzten Jahres geht die französischePolizei sehr repressiv gegen diese hilfebedürftigen Menschen vor, sie sind ständigen Übergriffen ausgesetzt, ihre Hütten, Decken und persönlichen Gegenstände werden von der Polizei zerstört und die Menschen oft auf brutale Weise verhaftet. Da viele von ihnen nicht abgeschoben werden können, werden sie wieder freigelassen und stehen erneut vor dem Nichts. Eine Grenze, die wir mit unserem deutschen Pass ohne Probleme übertreten können, wird für diese Menschen zu einer Hürde, die sie über Monate in dieser Misere festhält.Die Referent_innen waren selbst vor Ort und berichten von eigenen Erlebnissen und aktuellen Entwicklungen.


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