Donnerstag, 14.04.2011: Vortrag "Fukushima 2011 - Noch eine Nuklearkatastrophe, die nichts und niemanden ändert"

Harrisburg 1978, Tschernobyl 1986, Fukushima 2011

Noch eine Nuklearkatastrophe, die nichts und niemanden ändert

Nukleare Katastrophen gab es schon mehrmals, stets entbrannte danach eine Debatte über die Sicherheit der offenbar unbeherrschbaren Technologie. Zur Abschaltung der Atomkraft hat aber noch kein GAU geführt. Da stellen sich Fragen:

- Warum waren die Staaten, zumindest bisher, so scharf auf Kernkraftwerke? Nur damit unsere Wohnungen warm sind und die Handys Saft haben? Dafür wäre diese Energiequelle viel zu riskant! Nein, der Nutzen, der das gewusste „Restrisiko“ atomarer Verseuchung von Natur & Mensch wert war, ist einige Nummern größer: Ein ziviles Atomprogramm gilt weltweit als unverzichtbares Mittel in der Standort-Konkurrenz der Nationen. Dafür geht man Gefahren ein wie im Krieg!

- „Umdenken“ wegen Japan? Woher die plötzliche Erkenntnis, Kernkraft sei doch „unsicherer“ als gedacht? Es ist schon irre, was erst passieren muss, damit Politiker*innen „Alternativen“ erwägen: Im Angesicht drohender Unbewohnbarkeit des Landes und Ungenießbarkeit von Lebensmitteln gibt ihnen die Unbenutzbarkeit ihres Volkes zu denken! Und die jetzige „Neubewertung von Nutzen und Sicherheit“? Das deutsche Moratorium sagt offen die Bedingungen, unter denen ein „Ausstieg“ in die Tüte kommt: Wenn die Stromwirtschaft ihre Gewinne anders machen kann, wenn nationale Versorgungssicherheit gesundheitsschonender zu haben ist, dann ist eine „Wende“ in der Energiepolitik möglich! Bei kürzeren Laufzeitgrenzen ist das als „unvertretbar“ erkannte Restrisiko dann auch wieder voll vertretbar.

Vortrag und Diskussion mit Manfred Freiling (Redakteur „Gegenstandpunkt“) über Nationale Atompolitik – Der Wahnsinn hat Methode!

Wann und wo?

Der Vortrag findet am 14. April 2011 um 18 Uhr im Seminarraum N 2 statt.

Der Vortrag kann hier nachgehört werden.

 

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