Geschichte des Antisemitismus

Referent: Michael Fehrin
Datum: Donnerstag, 26 Mai 2011, 18:00 Uhr
Ort: Raum B 21 an der Universität Trier

Der moderne Antisemitismus ist weder eine „Weltanschauung“, die erst mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus aufkam noch eine Form europäischen Denkens, die mit dem Untergang des "Dritten Reiches" für immer verschwand.
Der Vortrag soll darüber informieren, wie im Schatten der europäischen Aufklärung christlicher Judenhass überdauerte, in den Kolonialmächten der Rassismus entstand und sich dies mit pseudowissenschaftlichen Forschungen vermengte. Deutlich wird: Auf dieser Basis entwickelte sich schrittweise der moderne Antisemitismus. Um dessen Entstehung nachvollziehbar zu machen, werden beispielhafte und prägende Ereignisse in verschiedenen europäischen Ländern erläutert. So die berühmte Dreyfus-Affäre in Frankreich, die Entstehung der berüchtigten "Protokolle der Weisen von Zion" und die Bildung protofaschistischer Bewegungen und Parteien im Deutschen Reich und in Österreich-Ungarn. Zudem werden Wirken und Werke repräsentativer antisemitischer Autoren wie zum Beispiel de Lagarde, List, Lanz oder Rosenberg vorgestellt. 

[Zurück]