„Hoyerswerda – schon vergessen?“

Referent: Ein antifaschistischer Zeitzeuge aus Bonn
Datum: Freitag, 14. Oktober, 20:00 Uhr
Ort: Infoladen Trier

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Antifa-Kneipe statt, diese beginnt bereits um 18 Uhr.

Im September 1991 fand in Deutschland das erste rassistische Pogrom nach 1945 statt. Tagelang terrorisierte ein Mob aus Neonazis und Bürger_innen Flüchtlinge und Vertragsarbeiter_innen. Menschen wurden schwer verletzt und durch die Straßen gehetzt, weil sie nicht in das Weltbild der Angreifenden passten. Dies führte schließlich zu einer „ausländerfreien“ Stadt. Diese Ausschreitungen in Hoyerswerda waren der Auftakt einer ganzen Welle von von rassistisch motivierten Überfällen auf Unterkünfte von asylsuchenden Menschen und Vertragsarbeiter_innen. Sowie in Saarlouis, Mannheim oder Rostock Lichtenhagen…


Der Vortrag will die Hintergründe der Taten beleuchten:
„ Es geht vor allem um die Vorbereitungen in Hoyerswerda von Bürger_innen und Neonazis vor dem Pogrom und die rassistische Kampagne von CDU/CSU, um ihr Ziel der faktischen Abschaffung des Rechts auf Asyl durchzusetzen. Außerdem geht es um die nationalistische Stimmung in der Bevölkerung , verursacht durch die Wiedervereinigung, sowie die Rolle von Massenmedien, die mit dazu beitrugen, die Schuldigen für die wirtschaftlichen und sozialen Probleme bei Armen und Rechtlosen zu suchen.“

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit der Kampagne Break the Silence, der Autonomen Antifa Trier und dem Referat für Antirassismus und Antifaschismus der Karl-Marx-Universität Trier statt.

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