Mit Kritischer Theorie gegen Wissenschaft und Gesellschaft

Referenten: Junge Linke Rheinland-Pfalz
Datum: Dienstag, 22. November 2011, 19:00 Uhr
Ort: Raum A 12 an der Universität Trier

Wer heute noch an einer fundamentalen Veränderung der Gesellschaft interessiert ist, kämpft an der Universität auf verlorenem Posten. In den Gesellschaftswissenschaften finden sich vor allem theorielose Erbsenzählerei und Statistik auf der einen und ein Theorie auf der anderen Seite, die jedoch weniger über Gesellschaft als über Sprachspiele und Körper nachdenkt. Gegen diese Szenerie die kritische Theorie zu studieren, wirkt auf den ersten Blick veraltet. Ihre Epigonen, als alte, kulturkonservative Männer verschrien, sind tot. Auschwitz, der Nationalsozialismus und Kulturindustrie sind heute, in einem Deutschland mit Frauen, Migranten und Schwulen an der Regierung, anscheinend irrelevant. Gleichzeitig ist das Bedürfnis nach Kritik vorhanden, drückt sich jedoch nur als Intersektionalismus und Ressentiment aus. Dies zeigen beispielhaft die Forderungen und Parolen der Occupy-Bewegung: „Make love, not money!“ oder „Stop the greed!“ In dieser Veranstaltung soll die Aktualität der kritischen Theorie dargestellt werden – durch die Kritik des aktuellen Wissenschaftsbetriebes und der Gesellschaft, die in ihren Grundfesten immer noch so organisiert ist, wie Marx sie beschrieben hat: warenförmig.

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