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Themen für Abschlussarbeiten - Abteilung Entwicklungspsychologie

Detaillierte Informationen zu den unten aufgeführten Themen zur Vergabe von Bachelor-, Master- oder Diplomarbeiten erhalten Sie beim jeweiligen Betreuer - bitte besuchen Sie die Sprechstunde oder nehmen Sie per E-Mail Kontakt auf.

Betreuung: Dr. Holger Busch 

Thema:

Empathie und die Vorhersage des impliziten Intimitätsmotivs des Partners/der Partnerin

Inhalt:

Das implizite Intimitätsmotiv beschreibt, wie stark jemand tiefgreifenden emotionalen Austausch mit einer anderen Person sucht, und spielt daher für romantische Partnerschaften (z.B. Partnerschaftszufriedenheit) eine große Rolle. Es ist zu vermuten, dass es einer Partnerschaft gut tut, wenn eine Person die Stärke des impliziten Intimitätsmotivs ihres Partners/ihrer Partnerin kennt. In einer früheren Untersuchung haben wir gefunden, dass Männern mit zunehmender Empathie eine bessere Vorhersage des impliziten Intimitätsmotivs ihrer Partnerinnen gelingt; für Frauen wurde dieser Zusammenhang nicht gefunden.

Ziel der Arbeit ist es, die Gültigkeit dieses Befundes zu überprüfen.

Zusätzlich zum aufgeführten Thema sind auch Fragestellungen aus den Bereichen Motiventwicklung bei Kindern, Identitätsentwicklung bei Jugendlichen und Generativität im Erwachsenenalter möglich. Selbstverständlich sind auch eigene Vorschläge zum Inhalt einer Bachelor-Arbeit sehr willkommen - auch zu anderen Themengebieten als den hier aufgeführten.

 

Betreuung: Prof. Dr. Jan Hofer

Thema:

Motiventwicklung

Inhalt:

Wie entwickeln sich implizite Motive in der frühen Kindheit? Welche Rolle spielen das kindliche Temperament und die Erziehungsstrategien der Eltern? Welche motivspezifischen Erlebens- und Verhaltenskorrelate sind in der Kindheit zu beobachten?

Thema:

Erlebens- und  Verhaltenskorrelate des Affiliations- und Machtmotivs in verschiedenen Kulturen

Inhalt:

Kulturelle Normen beeinflussen unser Verhalten. Unterscheidet sich die Realisierung impliziter Motive in verschiedenen Kulturen, oder lassen sich kulturübergreifend Verhaltenskorrelate identifizieren?

Thema:

Effekte impliziter Motive auf Identitätsentwicklung in der Adoleszenz

Inhalt:

Verleihen Motive bestimmten Bereichen, in denen Jugendliche Entscheidungen treffen müssen, besondere Signifikanz und treiben Entwicklung voran? Oder bestimmt der soziokulturelle Kontext, mit welchen Themen sich Heranwachsende beschäftigen?

Thema:

Erfolgreiches Altern in verschiedenen kulturellen Kontexten

Inhalt:

Was bedeutet es, in verschiedenen Kulturen erfolgreich zu altern? Was erachten ältere Menschen als wichtig, wenn sie sich an ihr Leben zurückerinnern? Welche Erfahrungen und welche Persönlichkeitskomponenten zeigen einen Zusammenhang mit Zufriedenheit im Alter und der Akzeptanz der eigenen Endlichkeit?

 

Betreuung: Dr. Dirk Kranz

Thema:

Akzeptanz des Körperbildes

Inhalt:

Es geht um unser Körperbild, insbesondere um Diskrepanzen zwischen Ist- und Sollvorstelllungen. Zusammenhänge mit dem allgemeinen Wohlbefinden und Selbstwertempfinden dürften wesentlich durch die subjektive Wichtigkeit des Körperbildes und diesbezügliche Selbstwirksamkeitserwartungen moderiert werden. Die Akzeptanz des eigenen Körpers sollte sich - gerade bei großen Ist-Soll-Diskrepanzen - als funktional erweisen, wenn Veränderungsmöglichkeiten als gering eingeschätzt werden.

Thema:

Umgang mit männlichem Haarausfall

Inhalt:

Im Mittelpunkt stehen psychologische Implikationen des gewöhnlichen anlagebedingten Haarausfalls bei Männern: Wie belastend nehmen junge Männer diese "Alters"-Erscheinung an sich selbst wahr? Wie bewältigen sie diesbezügliche Schwierigkeiten? Wie korreliert Haarausfall mit dem körperbezogenen und allgemeinen Selbstwertgefühl?

Thema:

Färbungen der Emotion Reue

Inhalt:

Typischerweise findet man in der Reueforschung, dass kurzfristig eher Fehler des Tuns und langfristig eher Fehler des Unterlassens bereut werden. Zur Begründung werden zum einen kognitive Mechanismen der Dissonanzreduktion herangezogen, zum anderen geht man davon aus, dass Reuegefühle je nach Art (Tun vs. Lassen) und zeitlicher Distanz des bereuten Fehlers in ihrer affektiven Erlebnisqualität unterschiedlich gefärbt sind. Inwieweit lassen sich beide Erklärungsansätze verknüpfen?

Thema:

Reue über reversible vs. irreversible Fehler

Inhalt:

Aus funktionalen Erwägungen taugt Reue über irreversible Fehler nicht viel; das Kind ist sprichwörtlich in den Brunnen gefallen. Hingegen wird die Emotion Reue im Falle reversibler Fehler zur Motivation; sie treibt an, den entsprechenden Fehler zu korrigieren. Entsprechend ist zu vermuten, dass das Ausmaß der Reue über reversible vs. irreversible Fehler mit Kompetenzen der Handlungs- bzw. Emotionsregulation sowie dem allgemeinen Wohlbefinden und Selbstwertempfinden zusammenhängt.

Thema:

Achtsamkeit

Inhalt:

Unter Achtsamkeit versteht man jene Aufmerksamkeit für den gegenwärtigen Moment, die durch Gelassenheit, Akzeptanz und Offenheit gekennzeichnet ist. Dabei richtet sich Achtsamkeit auch auf das innere Gleichgewicht von Körper und Geist. In psychotherapeutischen Kontexten haben sich Achtsamkeitsübungen mit meditativem Charakter als wirksam im Hinblick auf die Steigerung oder Stabilisierung des subjektiven Wohlbefindens erwiesen. In dieser Arbeit kann es um Zusammenhänge zwischen Bewältigungsdispositionen und Achtsamkeit, vermittelnde kognitive Prozesse von Achtsamkeitseffekten oder den konkreten Einsatz von Achtsamkeitsübungen (z.B. bei Patienten mit chronischem Schmerz) gehen.

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