Antisemitismus von Links - eine Bestandsaufnahme

Referenten: Stefan Kunath und Benjamin Krüger (BAK Shalom)
Datum: Donnerstag, 02. Februar 2012, 18:00 Uhr
Ort: Raum C 9 an der Universität Trier


Nachdem im Frühjahr 2010 Samuel Salzborn und Sebastian Voigt den Antisemitismus in der Linkspartei kritisierten, unterstreicht die Partei, schon immer gegen „Rechtsextremismus und Antisemitismus“ vorgegangen zu sein. Doch schon dieses Bekenntnis ist zweifelhaft: Antisemitismus ist kein ausschließliches Phänomen von Rechtsaußen, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem.


Auch die Linke – sowohl als politische Bewegung, als auch als gleichnamige Partei – war nie gegen Antisemitismus immun. Sowohl die oberflächliche Kritik am Kapitalismus, als auch die aus antiimperialistischen Motiven hergeleitete Israelfeindschaft artikulieren sich zuweilen antisemitisch. Der Vortrag hat zum Ziel, die Genese des Antisemitismus von links herauszuarbeiten und zu erklären, warum sich die Linke im Kampf gegen ihn so schwer tut.


Die Referenten Stefan Kunath und Benjamin Krüger kommen aus Berlin und sind Gründungsmitglieder des Bundesarbeitskreises (BAK) Shalom. Dieser hat es sich mit seiner Gründung 2007 zum Ziel gesetzt, dem Antisemitismus innerhalb der Linkspartei entgegen zu treten.

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