Ausstellung "Kinder im KZ Theresienstadt"

Zum Beginn des Wintersemesters zeigen wir zusammen mit der KSJ Trier die Ausstellung "Kinder im KZ Theresienstadt - Zeichnungen, Gedichte, Texte." zwischen dem 14. und 28. Oktober 2012 in den Räumlichkeiten der KSJ Trier.  

Zur Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, den 14. Oktober 2012 um 17 Uhr wird Edith Erbrich, geborene Bär, darüber berichten, wie sie das ehm. Ghetto/Transitlager/KZ Theresienstadt als 9-jähriges Mädchen erlebt und überlebt hat. Ferner wird begleitend zur Ausstellung das Häftlingsgewand einer KZ-Überlebenden, welches zuvor bereits von der KSJ Trier in der Ausstellung "Am Boden" gezeigt wurde, zugänglich sein. Informationen zum weiteren Rahmenprogramm erhaltet ihr zeitnah auf unserer Homepage sowie auf unserer Facebook-Seite.

Die Ausstellung wird vorraussichtlich bis zum Sonntag, den 28. Oktober 2012 in der KSJ Trier (Weberbach 72, 54290 Trier) täglich zwischen 10 und 18 Uhr (oder nach Vereinbarung) zu besichtigen sein. 

Es freut sich auf euren Besuch,

Euer Referat für Antirassismus und Antifaschismus des AStA der Karl-Marx-Universität Trier und die KSJ Trier

Informationstext zur Ausstellung "Kinder im KZ Theresienstadt - Zeichnungen, Gedichte, Texte."

Die 2001 von Ursula Krause-Schmitt, Andrea Mohr, Hartmut Mohr und Gottfried Schmidt neugestaltete Ausstellung des Studienkreises mit dem Titel "Kinder im KZ Theresienstadt - Zeichungen, Gedichte, Texte" geht von Konzept und Umfang her deutlich über die erste Ausstellung aus den 90er Jahren hinaus. Sie erinnert auf 15 Tafeln an das Schicksal der etwa 11.000 nach Theresienstadt deportierten Kinder. Sie kamen aus den jüdischen Gemeinden in Böhmen und Mähren, aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Polen und Dänemark; die meisten wurden in Auschwitz ermordet.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen in Theresienstadt angefertigte Kinderzeichnungen, Gedichte und Aussagen von Kindern über ihr Leben im KZ. Die Leitgedanken (Überschriften) dieser Tafeln sind den Gedichten und Texten entnommen.

Zwei Tafeln beschäftigen sich mit den Orten Theresienstadt und Auschwitz. Elf Tafeln sind mit originalgetreuen Reproduktionen von 33 Zeichnungen, 9 aus dem Tschechischen übersetzten Gedichten und Texten von zehn Überlebenden, unter ihnen Gerhard L. Durlacher, Ruth Klüger, Paul Aron Sandfort, Jehuda Bacon und Hella Wertheim gestaltet. Die letzte Tafel ist dem Gedenken an alle Kinder, die Theresienstadt erleiden mussten, gewidmet: "Sie kamen auch aus unserer Nachbarschaft." Zumindest die aus Deutschland deportierten und ermordeten Kinder werden hier mit ihren Namen, Lebensdaten und den Orten, aus denen sie abtransportiert wurden, genannt. Ihre Namen wurden dem vom Institut Theresienstädter Initiative in Prag erarbeiteten "Theresienstädter Gedenkbuch - Die Opfer der Judentransporte aus Deutschland nach Theresienstadt 1942-1945" entnommen.