DYSFEMINA / <<raptus/rapere>>

Ein Zeichen gegen Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen

Wie in den vergangenen Jahren beteiligt sich die Universität Trier auch 2025 wieder am Orange Day. Jährlich am 25. November wird mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam gemacht.

Zwei Studentinnen näherten sich dem Themenkomplex mit Installationen, die im Rahmen ihrer Bachelorarbeiten entstanden sind. Bereits im Vorfeld des Orange Days werden die Projekte in unserer Bibliothekszentrale ausgestellt. Die eindrucksvolle Bildsprache provoziert bewusst und regt die Betrachtenden auch aufgrund der nur minimalen Beschriftung zur eigenen Weiterbeschäftigung an.

In ihrer Arbeit <<raptus/rapere>> untersucht Caroline Schwab die psychischen Nachwirkungen sexualisierter Gewalt gegenüber weiblich gelesenen Personen. Sie zeichnet die Stadien des Verarbeitungsprozesses nach und entwickelt eine visuelle Sprache für das Unsichtbare. Das Projekt wurde von Prof. Marlen Letetzki (Hochschule Trier, FB Gestaltung / FR Kommunikationsdesign) betreut.

DYSFEMINA von Hannah Sophie Lang ist eine fragmentierte, fotografische Visualisierung des weiblichen Körpers in der androzentrischen Medizin. In der Installation und im zugehörigen Buch beschäftigt sich Lang mit der Brutalität und Distanz, mit der das weibliche Geschlecht historisch betrachtet und behandelt wurde. Betreut wurde diese Arbeit von Prof. Valerie Schmidt (Hochschule Trier, transmediale fotografische Narration und Bildgestaltung).

Wir danken allen Beteiligten für ihre Arbeiten und Prof. Dr. Claudia Ritzi (Senatsbeauftragte zum Schutz vor sexueller Belästigung an der Universität Trier) für die Vermittlung der Ausstellung. Die Installationen sind bis zum 26. November in der Bibliothekszentrale zu sehen.