Die international genutzte TRIPOTA-Datenbank – die Trierer Porträtdatenbank – wurde einem Relaunch unterzogen. Mit der Neuentwicklung wird die zentrale digitale Sammlung zur Porträtgrafik in Trier technologisch und funktional auf einen aktuellen Stand gebracht.
Das neue TRIPOTA ist ab sofort unter https://tripota.uni-trier.de abrufbar und bietet auch der interessierten Öffentlichkeit spannende Einblicke. TRIPOTA vereint derzeit rund 10.000 Porträtgrafiken aus den Beständen der Wissenschaftlichen Bibliothek der Stadt Trier, der Universitätsbibliothek Trier, der Graphischen Sammlung des Fachs Kunstgeschichte sowie der Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Trier. Ein weiterer Ausbau der Datenbank ist zeitnah geplant. Ziel des Projekts ist es, diese in verschiedenen Einrichtungen verwahrten Bestände über ein gemeinsames Portal zugänglich zu machen und wissenschaftlich zu erschließen. Die umfassende Überarbeitung der Plattform wurde notwendig, da das bisherige System den aktuellen technischen und informationswissenschaftlichen Anforderungen nicht mehr entsprach.
Im Zuge eines grundlegenden Reengineerings wurde TRIPOTA auf einen modernen Technologiestack migriert und ein Daten-Clearing durchgeführt. Eine leistungsfähige Suchmaschinentechnologie ermöglicht nun komfortable Volltextsuchen sowie Filter- und Facettierungsfunktionen. Ergänzend wurde eine REST-API implementiert, die eine nachhaltige Nachnutzbarkeit der Daten gewährleistet und neue Möglichkeiten für digitale und quantitative Forschungsmethoden eröffnet. Auch die Benutzeroberfläche wurde vollständig neugestaltet. Ein moderner Viewer erlaubt eine detailreiche und flüssige Darstellung der Digitalisate und unterstützt gezielt das wissenschaftliche Arbeiten mit den Bildquellen. Die Entwicklungsarbeiten wurden 2023 an der Universitätsbibliothek Trier aufgenommen und konnten nun erfolgreich abgeschlossen werden. Mit dem Relaunch wird TRIPOTA als zentrale Forschungsressource für die Porträtgrafik weiter gestärkt und für zukünftige Anforderungen in Wissenschaft und Lehre nachhaltig aufgestellt. Das Projekt TRIPOTA geht auf Initiativen in einem Seminar des Fachs Kunstgeschichte aus dem Jahr 2008 zurück und wurde seitdem kontinuierlich weiterentwickelt.

