Ein Masterprojekt präsentierte die Auswertung der Daten, die beim Aktionstag aber auch im Nachhinein online erhoben wurden. Demnach gibt es in allen Zielgruppen einen großen Wunsch nach einer Begrünung des Platzes und höherer Aufenthaltsqualität. „Die heißen Tage im letzten Sommer, hat den Menschen in der Stadt deutlich gezeigt, wie sehr an kühlen Aufenthaltsmöglichkeiten in der stark versiegelten Innenstadt fehlt“, so Yvonne Kunz resümierend. Dem gegenüber steht der Wunsch nach dem Erhalt der Parkflächen. Um mit diesem Konfliktfeld umzugehen, empfehlen die Studierenden eine starke Einbindung der Stadtgesellschaft in die weiteren Planungen.
Park oder Gedenkort
Im Rahmen eines Bachelorprojektes zeigte eine zweite Gruppe Studierender vier Szenarien einer besseren touristischen Nutzung des Platzes auf. Ein grüner Park, ein Gedenk- und Erinnerungsort an die Opfer der NS-Zeit, die von dort aus deportiert wurden oder eine Kombination aus beidem wären vorstellbar. Zuletzt könne man auch Kultur- und Eventflächen einrichten, auf denen außerhalb von Veranstaltungszeiten auch Parkplätze erhalten bleiben könnten.
Ein Masterprojekt aus der Innenarchitektur an der Hochschule arbeitete eine experimentelle Lösung für die Füllung einer Baulücke am Platz aus. Der Entwurf sieht eine Mischung aus offenen und überdachten Bereichen vor, in dem es neben einem kleinen Gastroangebot vor allem viel nichtkommerzielle Aufenthaltsflächen gibt.
Die rege Diskussion im Anschluss warf noch viele Fragen auf. So wurde neben weiteren Nutzungsmöglichkeiten eine mögliche Wohnraumbebauung in den Raum geworfen, aber auch die Perspektiven der Anwohnenden und des angrenzenden Handels angemahnt.
Wann und wie es nun zu einer Umgestaltung kommt, ist noch offen. Stadt und Universität stehen jedenfalls einer Fortführung der Kooperation in diesem Zusammenhang offen gegenüber.
![[Translate to Englisch:] Monitor bei Ergebnispräsentation zum Rindertanzplatz-Projekt](/fileadmin/_processed_/f/9/csm_Plan_den_Platz_da_st__5__1df3a53ed4.jpg)