Dynamics of Mental Health of Migrants (DMHM)

Analyzing dynamics of resilience and vulnerabilities using a synthesis of socio-structural and psychological approaches
Ansprechpartner: Univ. - Prof. Dr. Ana Tibubos
Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Arieja Farugie, M.Sc.
Studentische Mitarbeit: Mona Schermuly
Kooperationspartner: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Abteilung Sozio-oekonomisches Panel
Im Projekt Dynamics of Mental Health of Migrants (DMHM) analysiert unser Teamdie Zusammenhänge von Migration und psychischer Gesundheit mit weltweiten Daten. Die gewonnenen Ergebnisse sollen die wissenschaftlichen Grundlagen schaffen, um weltweit Public-Health-Initiativen dabei zu unterstützen, effektive Präventionsarbeit zu leisten sowie adäquate und effizientere Therapiemaßnahmen für immigrierte Menschen anbieten zu können. Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Sozio-oekonomischen Panel des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.
In Deutschland und anderen klassischen Einwanderungsländern hat gut jede/r Fünfte Migrationserfahrung. Vor diesem Hintergrund beschäftigen sich die Forschenden vor allem mit folgenden Fragen:
- Wie verändert sich die psychische Gesundheit von Migranten und Migrantinnen in Deutschland, Großbritannien, USA und Australien im Verlaufe ihres Lebens?
- Inwiefern beeinflussen Persönlichkeitseigenschaften und Partner, Eltern, Kinder und Geschwister die psychische Gesundheit von Migranten und Migrantinnen?
- Welche psychologischen und sozio-strukturellen Faktoren können als stärkende Ressourcen beziehungsweise als Risikofaktoren gewertet werden?
Um Antworten auf diese Fragen zu finden, führen die Forschenden repräsentative Längsschnittdaten aus Deutschland und anderen Ländern zusammen und werten diese aus. Längsschnittdaten sind Daten, bei denen die Teilnehmenden in regelmäßigen Abständen wieder befragt werden, sodass man zum Beispiel die psychische Gesundheit von Menschen über einen langen Zeitraum beobachten kann. Insgesamt arbeitet das Team mit Daten von mehr als 83.000 Personen, von denen ungefähr 25.000 Migrantinnen und Migranten sind.
Laufzeit: 2019 bis 2023
Förderung: Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) – Projektnummer 415809395