Ethik der Digitalisierung

Nicht erst seit ChatGPT findet mit der Digitalisierung ein gesellschaftlicher Umbruch mit noch immer nicht absehbaren Folgen statt. Die philosophische Disziplin stellt die Digitalisierung vor besondere Herausforderungen: Es geht nicht nur um Technikfolgenabschätzung im gewöhnlichen Sinn, also um Risikoabwägungen, welche moralischen Kosten für die unsichere Aussicht auf bestimmte Güter in Kauf genommen werden dürfen. Im Fall der Digitalisierung steht viel mehr zur Debatte: Wer soll künftig als moralischer Akteur gelten - etwa auch KI-Systeme? Kann die Interaktion mit einem Roboter ähnlich wertvoll sein wie die mit anderen Menschen? Verändert Digitalisierung, was als erstrebenswertes Leben angesehen werden kann?
Am TRIANE wird zunächst vor allem zur Verwendung von KI in der Psychotherapie geforscht. Weitere Projekte sind in Planung.

TRIANE ist Teil von TRAIM — dem von der Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz geförderten Profilbereich „Künstliche Intelligenz (KI) und Interventionen für psychische Gesundheit” der Universität Trier. In TRAIM forschen zehn Professuren aus fünf Fächern — Psychologie, Informatik, Pflegewissenschaft, Philosophie und Recht — interdisziplinär daran, wie Künstliche Intelligenz die psychische Gesundheitsversorgung unterstützen kann: sicher, fair und unter menschlicher Aufsicht. Wir bringen dabei eine ethische Perspektive in den Verbund ein. Website des Verbunds: https://traim.uni-trier.de/de/