2.12.: Die Pirmasenser Bombenaffäre 1931–1933 – »Rechtsblindheit« am Ende der Weimarer Republik?

Vortrag von Nils Rath im Stadtmuseum Simeonstift Trier (Simeonstr. 60, direkt neben der Porta Nigra) im Rahmen der Vortragsreihe "Die Gestapo Trier 1933-45".

Zeitungsartikel

Die Pirmasenser Bombenaffäre 1931–1933 – »Rechtsblindheit« am Ende der Weimarer Republik?

Vortrag von Nils Rath

Dienstag, den 2. Dezember 2025, 19:00 Uhr, Stadtmuseum Simeonstift Trier, Eintritt: 8 € (Studierende haben freien Eintritt).

Im Kontext der Zunahme politischer Gewalt seit 1930 häuften sich auch in der Pfalz Berichte über illegale Waffenfunde bei Kommunisten und Nationalsozialisten. In der proletarischen Schuhindustriestadt Pirmasens – einer frühen Hochburg der nationalsozialistischen Bewegung – entwickelten sich aus lokalen Gewaltdynamiken zwei „Pirmasenser Bombenaffären“, die für nationale Schlagzeilen sorgten. Der Vortrag beleuchtet zunächst die Dynamiken lokaler Gewaltgemeinschaften und kontextualisiert ihre politische Radikalisierung in die wirtschaftlichen und politischen Umbrüche der Stadt in den 1920er Jahren. Die Gerichtsurteile der „Pirmasenser Bombenprozesse“ bieten im Anschluss einen spannenden Einblick in den Umgang der Justiz mit politischer Gewalt und radikalen Milieus in der Spätphase der Weimarer Republik. 

 

Der Referent

Nils Rath studiert an der Universität Trier im Master Geschichte und arbeitet seit 2023 als wissenschaftliche Hilfskraft an der Forschungs- und Dokumentationsstelle SEAL. Dort ist im er im Teilprojekt zur Erfassung und Analyse der Gestapo-Kartei Neustadt/Weinstraße und in der Vorbereitung und Ausarbeitung des Projekts „Legitimität und Vertrauen. Grundlagen und Bedingungen polizeilichen Handelns im Rahmen der gesellschaftlichen Sicherheitspartnerschaft“ tätig.