Lehramtsstudierende der Universität Trier entwickeln und erproben ein Planspiel für Trierer Schulklassen

10.02.2017 - Studierende des Seminars "Politik und Politikvermittlung" von Prof. Matthias Busch erarbeiteten und erprobten ein Planspiel mit Schülerinnen und Schülern des Friedrich Spee-Gymnasiums in Trier.

 Der Deutsche Bundestag wurde am 09. Februar 2017 mit Hilfe eines im Rahmen des Seminars entwickelten Planspiels simuliert, wodurch wichtige Abläufe der Gesetzgebung vermittelt werden konnten. Dabei stand nicht nur für die Studierenden, sondern auch für die Schülerinnen und Schüler aus den Leistungskursen Sozialkunde die Handlungsorientierung im Vordergrund. Die Kooperation zwischen der Schule und der Universität ermöglichte den Studierenden ein Probehandeln und erste Erfahrungen in der Entwicklung und Durchführung von Planspielen. Auch die Schülerinnen und Schüler konnten von dieser Zusammenarbeit profitieren: Ihnen, die die Rollen der Bundestagsabgeordneten übernahmen, standen während der Durchführung die Studierenden als Fraktionsmitarbeiter und Bundestagsverwaltung zur Seite. Außerdem wurden weitere Rollen wie die Presse oder der Bundesrat von den Studierenden übernommen, um die Rahmenbedingungen möglichst realistisch erscheinen zu lassen. Dies nahmen auch die Schüler wahr: „Ich bin total überrascht von der Tiefe und der Realitätsnähe des Projekts,“ lobte beispielsweise der Zwölftklässler Jan Lauterbach die Arbeit der Studierenden.

Der Simulation gingen eine intensive fachliche Einarbeitung und didaktische Vorbereitung im Seminar während des Wintersemesters 2016/17 voraus: Wichtige Ausarbeitungen hinsichtlich der Details des Gesetzgebungsprozesses, zwei fiktive Szenarien, Parteipositionen, eine Geschäftsordnung und Rollenkarten für die Bundestagsabgeordneten wurden von den Studierenden für das Planspiel entwickelt.

Durch die Erarbeitung und Durchführung der Simulation konnten die Studierenden nicht nur einen Einblick in die didaktische Konzeption und Begleitung eines Planspiels erhalten, son-dern auch die Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von Videographie und Evaluationsbögen analysieren und auswerten.

Die Begegnung von Lehramtsstudierenden mit Schülerinnen und Schülern förderte auf beiden Seiten die Motivation. Vorbereitung und Erstellung der Planspielsettings sind weitaus reizvol-ler, wenn die Materialien nicht nur von Kommilitonen erprobt werden, sondern wenn Schüle-rinnen und Schülern mit ihrer Hilfe Lernprozesse ermöglicht werden. „Ich bin wirklich begeistert – die Schüler sind super motiviert und nehmen ihre Rolle toll an“, freute sich auch Studentin Julia Fritz über die erfolgreiche Umsetzung. (kb)