Vierte Lernstatt Sozialkunde im PhiLab: Studierende erarbeiten Lernstationen für Realschüler*innen aus Wittlich

Wie lässt sich theoretisches Wissen mit der Praxis verzahnen? Wie plane ich fundierten und adressatengerechten Unterricht? Wie unterstütze ich Schülerinnen und Schüler bei ihrer individuellen Kompetenzentwicklung und professionalisiere mein eigenes Lehrer*innenhandeln?

Masterstudierende des Fachs Sozialkunde nutzten im Rahmen des Seminars „Projekte planen und erforschen“ die Gelegenheit, einen Projekttag zu planen, durchzuführen und zu evaluieren.

Die 27 Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a der Kurfürst-Balduin-Realschule plus Wittlich befinden sich in einem Schlüsseljahr ihrer schulischen Laufbahn: Berufsausbildung, Fortsetzung der Schullaufbahn im Haus oder Wechsel in die gymnasiale Oberstufe sind mögliche Optionen. Die Studierenden mussten sich also auf Jugendliche mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Lernständen einstellen. Sie entwickelten im Vorfeld ein Setting mit sieben Stationen rund um das politische System der Bundesrepublik Deutschland. Gruppen von sechs bis sieben Schüler*innen erfuhren in handlungsorientierten Unterrichtsminiaturen Möglichkeiten politischer Partizipation, lernten Politiker*innen, ihre Biographien und Handlungsfelder kennen, verfassten Blogeinträge, debattierten genderspezifische Fragen der Berufswahl und Arbeitswelt oder überprüften per Online-Quiz ihr Fachwissen.

Die Studierenden betreuten in Teams die Stationen und hatten so Gelegenheit, ihre Unterrichtssequenzen mehrfach durchzuführen, zu beobachten, zu evaluieren. Gerade die Möglichkeit, „den eigenen Unterricht unmittelbar zielgruppenspezifisch zu modifizieren und Rückmeldungen von Schüler*innen, ihren Lehrkräften und anderen Studierenden zu erhalten“, spricht in den Augen von Dozentin Sabine Gans für die Lernstätten.

Die Jugendlichen arbeiteten fünf Stunden hochkonzentriert und waren „stolz, das alles geschafft zu haben.“ Die Aufnahme eines Studiums plant die Mehrheit von ihnen. (sg)