4. Trierer Nachwuchstagung für interdisziplinäre Antisemitismusforschung

CfP Nachwuchstagung 2026

Vom 16. bis 18. September 2026 veranstaltet die IIA ihre vierte interdisziplinäre Tagung zum Themenkomplex Antisemitismus, die sich gezielt an Nachwuchswissenschaftler:innen richtet.

Die Tagung ist offen für Beiträge von Bachelor- und Master-Studierenden, insbesondere aber für Promotionsstudierende und Wissenschaftler:innen, die ihre Promotion vor kurzem abgeschlossen haben.

Die Tagung widmet sich gegenwärtigen und historischen Erscheinungsformen des Antisemitismus. Bei stärker historisch orientierten Beiträgen soll allerdings stets auch ein Gegenwartsbezug hergestellt werden. Das Phänomen soll durch die interdisziplinäre Ausrichtung anhand verschiedener Methoden und Zugänge erschlossen werden.

Ziel der dreitägigen internationalen Tagung ist es, einen Beitrag zur kritischen Auseinandersetzung mit gegenwärtigen und historischen Erscheinungsformen des Antisemitismus zu leisten. Zivilgesellschaftliche Organisationen und Gruppen werden während der Tagung die Möglichkeit haben, ihre Inhalte an Ständen zu präsentieren.

Anspruch der Tagung ist es dabei, neue Ansätze der Antisemitismusforschung zu präsentieren, den Ideenaustausch und die Netzwerkbildung unter den Teilnehmer:innen zu fördern und die Rolle von Nachwuchswissenschaftler:innen in der Antisemitismusforschung zu stärken.

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Jetzt Beitragsvorschlag einreichen! (Frist: 01. Februar 2026)



Anspruch der Tagung

Die alle zwei Jahre stattfindenden „Trierer Nachwuchstagungen für interdisziplinäre Antisemitismusforschung“ tragen der Notwendigkeit Rechnung, Antisemitismus nicht nur als Phänomen der Vergangenheit zu beleuchten, sondern auch in seiner Aktualität und seinem Bedrohungspotential zu thematisieren.

Seit dem genozidalen Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 zeigt sich dieses Bedrohungspotential nicht nur im direkten Vernichtungswunsch islamistischer Staaten und Terrororganisationen, sondern auch in demokratischen Staaten und Gesellschaften weltweit. Jüdinnen und Juden werden beleidigt, bedroht und tätlich angegriffen. Menschen, die sich gegen Antisemitismus engagieren, werden zur Zielscheibe neuer antisemitischer Allianzen, die von postkolonialen und antiimperialistischen Linken über Islamist:innen bis hin zu klassischen Rechtsradikalen reichen. Vergessen ist der 7. Oktober und dessen antisemitischer Charakter im öffentlichen Diskurs, stattdessen bewahrheitet sich das Diktum Jean Amérys, dass der im Antizionismus „wie das Gewitter in der Wolke“ enthaltene Antisemitismus durch den Bezug auf Israel ehrbar geworden ist. 

Die „genozidale Botschaft“ (Dan Diner) an Jüdinnen und Juden, die von der Hamas am 7. Oktober gewaltsam ausgerufen und von Antisemit:innen auf der ganzen Welt verstanden und aufgenommen wurde, macht nicht nur eine Solidarisierung mit allen von Antisemitismus Betroffenen notwendig, sondern auch eine intensive, tiefgreifende und vielschichtige wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Antisemitismus.

Aus diesem Grund soll die Tagung durch aus der Nachwuchswissenschaft kommende, neue Forschungsimpulse in Verbindung mit einer fachübergreifenden Aufstellung der Referent:innen innovative Zugänge zur Antisemitismusforschung ermöglichen und Antisemitismus ganzheitlich in den Blick nehmen.
Anspruch der Tagung ist es dabei, neue Ansätze der Antisemitismusforschung zu präsentieren, den Ideenaustausch und die Netzwerkbildung unter den Teilnehmer:innen  zu fördern und die Rolle von Nachwuchswissenschaftler:innen in der Antisemitismusforschung zu stärken.

Sofern ein expliziter Bezug zum Themenkomplex Antisemitismus hergestellt wird, können die Beiträge auch verwandte Themen behandeln.


Form der Einreichung

  • Ein maximal zweiseitiges Paper auf Deutsch oder Englisch, in dem der halbstündige Vortrag skizziert wird.
  • Wir erbitten eine kurze (maximal halbseitige) Darstellung der eigenen Biografie.
  • Schicken Sie die Unterlagen (Paper und Selbstbeschreibung) bitte bis einschließlich 01. Februar 2026 mit dem Betreff „Beitragsvorschlag 4. Trierer Nachwuchstagung“ an 
    iiauni-trierde.

Kost und Logis

Wir übernehmen für alle Referent:innen die Reisekosten (ggf. Flugreise, Bahnreise, Autofahrt etc.) bis zu einem Maximalbetrag von 150,- € (Härtefallausnahmen sind möglich) und die Übernachtungskosten, sofern sie nicht von der eigenen Universität/Institution getragen werden können. 

Darüber hinaus stellen wir die Verpflegung während der Tagung (ausgenommen die gemeinsamen Abendessen). Der Tagungsort ist rollstuhlgerecht.