Nachhaltige Kommunalstrukturen

Das Projekt "Nachhaltige Kommunalstrukturen in Rheinland-Pfalz" wird gemeinsam mit Professor Dr. Ludwig von Auer im Auftrag des Ministeriums für Inneres und Sport Rheinland-Pfalz durchgeführt. Untersucht werden Verbandsgemeinden in den Kreisen Vulkaneifel und Bitburg-Prüm. Zentraler Bestandteil des Gutachtens ist die Ausarbeitung von Fusionsmodellen.

Eine Kurzdarstellung des Forschungsprojektes und seiner Ergebnisse finden Sie hier.

Wirtschaftliche Folgen von Wetter-Extremereignissen

Die wirtschaftlichen Folgen der globalen Erwärmung sind schwer abschätzbar. Die Häufung extremer Wetterereignisse, darunter der Hurrikan Katrina (2005) und die extreme Trockenheit (Jahrtausend-Dürre) in Australien seit 2002, geben einen ersten Eindruck von den möglichen Dimensionen. Auch wenn diese Ereignisse nur einzelne, weit entfernte Regionen treffen, die ökonomischen Auswirkungen sind in einer globalisierten Marktwirtschaft an keine Grenzen gebunden. Der Hurrikan Katrina beschädigte beispielsweise Erdölraffinieren und Bohrtürme im Golf von Mexiko. Der darauf folgende Anstieg der Mineralölpreise auf ein bis dahin historisches Rekordniveau war weltweit spürbar. Ähnlich verhält es ich mit der Trockenheit in Australien. Sie trifft vor allem das Murray-Darling-Becken und bedroht damit bis zu 40 % der australischen Landwirtschaft. Die Folgen für die Agrarpreise sind jedoch weltweit sichtbar.

Eine wirtschaftliche Schlüsselrolle bei Wetter-Extremereignissen nehmen Versicherungen und Rückversicherer ein. Sie ermöglichen eine weltweite Risikoallokation und verbessern damit die Effizienz der globalen Marktwirtschaft. In einer Kooperation mit der Schweizerischen Rückversicherung unter dem Dach des Nationalen Kompetenzzentrums für Klimaforschung (NCCR, Schweiz) untersuchen wir die ökonomischen Folgen von Extremwetterereignissen mit Hilfe sogenannter Integrierter Bewertungsmodelle. Bei diesen Modellen werden ökonomische Ansätze aus der Wachstumstheorie mit Klima-Einfluss-Modulen ergänzt. Das ökonomische Modell wir dabei als CGE - Modell konzipiert, ein Modellansatz bei dem mit Hilfe von computerbasierten Simulationen quantitative Aussagen erfolgen. Ziel ist,

  • die zu erwartenden wirtschaftlichen Auswirkungen gehäufter Wetterextremereignisse abzuschätzen (makroökonomisch), sowie
  • die Auswirkungen auf die weltweite Risiko-Allokation und damit auf die Versicherungsmärkte zu untersuchen.


Ansprechpartner für diese Projekt sind

Professor Dr. Georg Müller-Fürstenberger

und

Dr. Ingmar Schumacher.