Lehrmethoden

Während des Master-Studiums ist der aktive Besuch von Vorlesungen, Seminaren unterschiedlicher Ausprägung, Übungen und Lehrforschungsprojekten (mit einer hohen Ähnlichkeit zu so genannten Action Learning-Programmen) vorgesehen. Des Weiteren wird ein eigener wissenschaftlicher Workshop veranstaltet.

  • Vorlesungen (V) dienen der systematischen Vermittlung von Grundlagenwissen und speziellen fachwissenschaftlichen Kenntnissen. Sie erlauben zudem die Vermittlung des theoretischen Hintergrundes von praktischen Methoden. Vorlesungen werden durch ein intensives Selbststudium ergänzt (Lektüre einschlägiger und spezieller wissenschaftlicher Literatur).
  • Übungen (Ü) dienen dem Erwerb und der Vertiefung geowissenschaftlicher Inhalte und praktischer Methoden unter intensiver Anleitung des Dozenten. Sie finden u. a. in Laboratorien statt.
  • Seminare (S) dienen der selbstständigen, kritischen Erarbeitung, Durchführung und Präsentation von geowissenschaftlichen Inhalten und Methoden. Seminare haben im Master-Studiengang sehr unterschiedliche Ausprägungen. Allen gemein ist der regelmäßige, mindestens wöchentliche Kontakt zum Dozenten, der vor allem unterstützend und moderierend in den Lernprozess eingreift. Im Seminar ist eine flexible und individuelle Förderung der Studierenden durch die Lehrenden möglich.
  • Hauptseminare (HS) sind Seminare mit einem besonderen Augenmerk auf dem Kompetenzerwerb im Bereich wissenschaftlicher Literaturrecherche und Diskussion.
  • Lehrforschungsprojekte (LrfP) dienen zentral dem Erlernen und Anwenden des idealtypischen Ablaufs von Forschungsprojekten. Sie setzen sich aus 4 bis 5 Seminarveranstaltungen unterschiedlicher Ausprägung zusammen. Anhand konkreter Problemstellungen aus der wissenschaftlichen Forschung werden Fragestellungen formuliert, die Geländearbeit und Laborarbeit geplant und durchgeführt. Im Gelände bzw. Labor erhobene Daten werden in Datenbanken überführt und mit vielfältigen Methoden analysiert und im Zusammenhang ausgewertet. Dabei kommen je nach Thema auch verschiedene numerische Simulationsmethoden zum Einsatz. Neben der reinen Datenerfassung und -analyse steht am Ende der Veranstaltung eine wissenschaftlich anspruchsvolle Diskussion und Präsentation der Ergebnisse (als Bericht, Paper, Vortrag) im Vordergrund. Lehrforschungsprojekte sind durch ein hohes Maß an Teamarbeit und Eigeninitiative gekennzeichnet. Sie bereiten durch Ihre Praxisnähe und Problemorientierung in besonderem Maße auf das Berufsleben vor.
  • Der Workshop (WS) stellt eine komplexe, situative Lernumgebung dar, die vielfältige Qualifikationen fördert: Im Rahmen eines Workshops lassen sich neben vortrags- und diskussionsgestützter Wissensvermittlung vor allem gruppendynamische Prozesse (Diskussion, Moderation, Teamarbeit) einüben. Der Workshop wird kombiniert mit einer Seminarveranstaltung, die der Vor- und Nachbereitung des Workshops dient (gesamter Prozess vom "call for papers" bis hin zur Erstellung eines Proceeding-Bandes durch die Studierenden).
  • Das Kolloquiumsseminar (KOS) ist die Plattform für vertiefte Diskussionen spezifischer fachlicher Fragen. Als jeweilige Diskussionsgrundlage dienen Präsentationen der Konzeption und Ergebnisse von Masterarbeiten.

In allen Lehrveranstaltungen werden berufsbezogene Schlüsselqualifikationen vermittelt und aktiv eingeübt. Hierzu gehören die selbstständige Einarbeitung in eine fachliche Problemstellung, die problemorientierte Informationsrecherche, Selektion und kritische Bewertung von Fachliteratur und weiteren Materialien, grundlegende Vortrags- und Präsentationstechniken, die Anfertigung fachwissenschaftlicher schriftlicher Ausarbeitungen sowie die Beteiligung an Diskussionen und die Moderation von Fachdiskussionen. Darüber hinaus wird der selbstständige Umgang mit Feld- und Laborgeräten zur Gewinnung von Primär- und Sekundärdaten erlernt.