Alternativwanderung „Denkmäler und Dorfkultur. Durch Sinz,  Tettingen-Butzdorf und Wochern nach Borg"

Der erste Ort, den man bei der Alternativroute passiert, ist Sinz. Sinz wurde infolge des zweiten Weltkriegs fast vollständig zerstört, jedoch in mühsamer Kleinstarbeit wieder aufgebaut. Heute ist das Dorfbild vor allem durch viele private Kapellen und Wegekreuze gekennzeichnet.

Der Weg führt weiter durch die Ortsteile Tettingen-Butzdorf, mit 339 Einwohnern relativ überschaubar. In der Dorfmitte befindet sich der neu gestaltete Dorfplatz, der den bäuerlichen Charme des Ortes unterstreicht. Sehenswert ist hier das saarländische Brennereimuseum, in welchem die Besucher die Geschichte der Schnapsdestillation verfolgen können. Ebenfalls zu beachten sind die hinter der Pfarrkirche St. Remigius gelegenen, verbliebenen Teile der Panzersperren des ehemaligen deutschen Westwalls.

Nach dem Verlassen von Tettingen- Butzdorf, führt die Alternativroute durch den 167 Einwohner kleinen, idyllischen Ort Wochern. Wochern ist ein typisch lothringisches Bauerndorf, dass seinen Charakter durch zahlreiche Investitionen und Sanierungsmaßnahmen verstetigt hat. So gewann es 1987 den Landeswettbewerb bei "Unser Dorf soll schöner werden" und belegte 2006 den dritten Platz bei "Unser Dorf hat Zukunft".

Nach diesem kleinen Exkurs zur Dorfkultur gelangt man in Richtung Borg wieder auf den ursprünglichen Pfad des Jakobsweges.   

Alternativwanderung „Entlang der Mosel. Von Nennig über Besch nach Sehndorf“

Aus dem beschaulichen Örtchen Sinz kommend, führt der Weg entlang der L177 in Richtung Nennig, das vor allem durch das dort zu besichtigende Römische Mosaik überregionale Bekanntheit erlangt hat. Allein die 1960 restaurierte Empfangshalle mit dem schmucken Fußboden, als ein Teil der prachtvollen und gigantischen Portikusvilla - mit dazugehöriger Badeanlage und Wandelhalle erreichte der Bau eine Gesamtlänge um die 650m -, ist von dem historischen Gebäude erhalten geblieben.

Aber nicht nur dieses in einer parkähnlichen Umgebung gelegene Highlight ist sehenswert. Wer aufmerksam den Weg zum Schloss Berg verfolgt, dem fällt ein gut erhaltenes steinernes Wegekreuz ins Auge. Auf der Anhöhe angekommen, genießt man einen fantastischen Ausblick über dass Moseltal, das 5-Sterne Hotel mit integriertem Casino lädt zudem zum Verweilen ein.

Weiter gehts nach Besch, dem einzigen Ort des Saarlandes in direkter Mosellage. Flanieren an der Flusspromenade, sich an dem neu gestalteten Picknickplatz am Wegesrand eine Auszeit gönnen, oder die 1846 erbaute Kirche St. Margaretha im Ortskern aufsuchen: Besch zu erkunden verspricht Abwechslung.

Kennzeichnend für das etwa 1250 Einwohner umfassende Dorf, und für den Pilger von Interesse ist eine Vielzahl an Feld- und Pestkreuzen, wie z.B. das 3m hohe Normannenkreuz, das man auf dem Weg zur Kriegsgräberstätte passiert. Dieser Ehrenfriedhof liegt am nordwestlichen Rande des kleinen Wäldchens zwischen Besch und dem Nachbarort Tettingen; hier gedenkt man über 2000 Soldaten sowohl deutscher als auch anderweitiger Herkunft. 

Bis zum vorläufigen Endpunkt der Wanderung, dem Rathaus in Perl, sind es von hier aus noch etwa 7 Kilometer. Auf dem Weg gen Süden durchquert man den Honecker-Forst, der Winzerort Sehndorf bildet die letzte Zwischenstation vor der bekannten Weinbaugemeinde im Dreiländereck.

 

 Anschlusswanderung „Wein- und Obstbau an der Obermosel. Durch Perl und Sehndorf“

siehe:

http://www.geographisches-wanderbuch.de/images/Perl.pdf