Geförderte Projekte 2026


Wissenschaftliche Veranstaltungen / Forschungsprojekte

Forschungsreise nach Marokko. Feldforschung zu „Anwendung von Infrarotspektroskopie um 'Fertile Islands” in semiariden Arganwäldern“ (Physische Geographie, FB VI) - Dr. Wynfrith Riemer-Stiftung

„19th International Roman Law Moot Court“, 23.-27. März 2026 (Rechtswissenschaft, FB V)

„Burgund-Exkursion“, 14.-18. Mai 2026 (Geschichte, FB III)

Vom 14. bis zum 18. Mai 2026 fand im Rahmen der Übung Stones, Cities and Memory: Exploring Burgundy’s Past through History and Archaeology die freiwillige und extracurriculare Exkursion nach Burgund statt. Die interdisziplinäre Veranstaltung wurde in Kooperation zwischen der Universität Trier und der Universität Luxemburg durchgeführt und stand Studierenden beider Universitäten im Rahmen des Verbundes der „Universität der Großregion“ (UniGR) offen. Insgesamt nahmen zwölf Studierende teil, davon sieben aus Trier und fünf aus Luxemburg.

Die Exkursion war eng an die Inhalte der Lehrveranstaltung angebunden und bot den Studierenden die Möglichkeit, die in der Übung behandelten Themen an historischen und archäologischen Orten zu vertiefen. Im Mittelpunkt der Übung standen die Leitbegriffe „Memory/Memoria“ und „Identity“, die anhand historischer und archäologischer Fragestellungen in Bezug auf die burgundische Kultur und Geschichte untersucht wurden. Während die Auseinandersetzung in der Übung vor allem auf Grundlage von Forschungsliteratur sowie schriftlichen und bildlichen Quellen erfolgte, konnten diese Fragestellungen während der Exkursion anhand von Originalbefunden, historischen Bauwerken, Quellen und deren musealer beziehungsweise städtischer Präsentation vertieft und praktisch erfahrbar gemacht werden.

Zur Vorbereitung der Exkursion setzten sich die Studierenden in Zweierteams mit einer historischen oder archäologischen Fragestellung zu den zu besichtigenden Stätten auseinander und erstellten hierzu einen kurzen Beitrag für einen Exkursionsreader. Vor Ort führten sowohl die Studierenden als auch die Dozierenden durch die besuchten Stätten und Museen. Die gewonnenen Eindrücke und Beobachtungen wurden gemeinsam diskutiert und mit den in der Übung erarbeiteten Inhalten in Beziehung gesetzt. So konnten die Studierenden ihre theoretischen Kenntnisse auf konkrete historische und archäologische Zeugnisse anwenden und zugleich deren heutige Präsentation und Vermittlung betrachten.

Die Exkursionsziele waren Beaune, Dijon, Cluny, Bibracte und Autun. Da die Trierer Gruppe einen Tag länger blieb, wurde auf dem Rückweg zusätzlich Dole besucht.

Nach der Anreise begann das Programm am 14. Mai in Beaune mit der Besichtigung des Hôtel-Dieu. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Nicolas Rolin und seine Frau Guigone de Salins durch die Stiftung und Gestaltung des Hospitals ihre eigene Erinnerung prägten. Anhand der Initialen der Stifter, der Ausstattung und der symbolischen Gestaltung des Gebäudes wurde darüber referiert und diskutiert, wie persönliche Selbstdarstellung und Memoria miteinander verbunden sein können. Das Hôtel-Dieu bot damit ein konkretes Beispiel für die im Seminar behandelte Frage, wie Erinnerung geschaffen, sichtbar gemacht und über den Tod hinaus bewahrt werden kann. Die Konzepte von Memoria und Selbstrepräsentation konnten so unmittelbar an einem historischen Bauwerk nachvollzogen werden.

Am 15. Mai fuhr die Gruppe nach Dijon. Dort wurde das Musée Archéologique, die Kirche Notre-Dame, den Palais des Ducs mit dem Musée des Beaux-Arts sowie die Abtei Saint-Bénigne besichtigt. Im Palais des Ducs und besonders anhand der Grabmäler der burgundischen Herzöge Philipps des Kühnen und Johanns Ohnefurcht im Musée des Beaux-Arts wurde die Entwicklung von der herzoglichen Residenz zu einem Ort dynastischer Erinnerung nachvollzogen. Die Gestaltung der Grabmäler mit den Darstellungen der Verstorbenen und den sogenannten Pleurants veranschaulichte, wie Herrschaft und Erinnerung über den Tod hinaus dargestellt und bewahrt wurden. Damit konnten die im Seminar behandelten Zusammenhänge von Herrschaft, Selbstrepräsentation und Memoria auch hier an konkreten Objekten untersucht werden.

Am 16. Mai stand Cluny im Mittelpunkt. Neben der Abtei Cluny und dem Archäologischen Museum wurde die mittelalterliche Stadt mit ihren erhaltenen beziehungsweise archäologisch erschlossenen Gebäuden besichtigt. Dabei wurden die monastischen Reformbewegungen und die Bedeutung der Abtei für die mittelalterliche Kirche ebenso thematisiert wie die Entwicklung der Stadt im Umfeld des Klosters. Die archäologischen Befunde vermittelten einen Eindruck von der ursprünglichen Gestalt des Klosters und zeigten beeindruckend, wie sich vergangene Lebenswelten aus materiellen Überresten erschließen lassen. Zudem wurde die Bedeutung Clunys für die Entwicklung von Erinnerung und Identität im mittelalterlichen Burgund und Frankreich diskutiert. Die Abtei war nicht nur ein religiöses Zentrum, sondern prägte auch die politische und kulturelle Wahrnehmung der Region.

Der 17. Mai war Bibracte und Autun gewidmet. In Bibracte standen die archäologischen Überreste der keltischen Siedlung im Mittelpunkt. Die Besichtigung machte erneut deutlich, wie sich Geschichte über archäologische Befunde erschließen lässt und welche Rolle deren Auswahl und Präsentation für die heutige Wahrnehmung der Vergangenheit spielt. In Autun wurden die Kathedrale Saint-Lazare sowie die römischen und mittelalterlichen Stadtstrukturen besichtigt, wodurch verschiedene Phasen der Stadtentwicklung sichtbar wurden.

Am 18. Mai bildete die Besichtigung der Stadt Dole auf dem Rückweg nach Trier den Abschluss der Exkursion.

Aus Sicht der durchführenden Lehrenden verlief die Exkursion sehr erfolgreich. Die Übung mit Exkursion wurde von den Studierenden sehr gelobt. Die Evaluation fiel sehr positiv aus und wurde insgesamt mit der Note 1,0 bewertet. Der organisatorische Ablauf war reibungslos und die Studierenden zeigten ein hohes Maß an Interesse und Engagement. Das Verhältnis von fachlichem Programm, gemeinsamen Besichtigungen und freien Zeitanteilen erwies sich als ausgewogen und trug zu einer angenehmen Arbeitsatmosphäre bei.

Der besondere Wert der Exkursion lag in der Verbindung der theoretischen Arbeit in der Übung mit der unmittelbaren Auseinandersetzung mit historischen und archäologischen Zeugnissen vor Ort. Die zentralen Themen der Lehrveranstaltung (insbesondere die Leitbegriffe „Memory/Memoria“ und „Identity“) konnten an unterschiedlichen Orten aus jeweils neuen Perspektiven untersucht werden. Die Studierenden konnten dadurch die in der Übung entwickelten Fragestellungen auf konkrete Beispiele anwenden und zugleich nachvollziehen, wie Erinnerung und Identität in Bauwerken, Stadtstrukturen, archäologischen Befunden und deren heutiger Präsentation sichtbar werden. Darüber hinaus bot die gemeinsame Exkursion eine wertvolle Möglichkeit für den fachlichen Austausch zwischen den Studierenden und Lehrenden der Universität Trier und der Universität Luxemburg. Die gemeinsame Arbeit an historischen und archäologischen Schauplätzen förderte den Austausch über unterschiedliche fachliche Perspektiven und stärkte damit zugleich die Zusammenarbeit innerhalb der UniGR. 

Tagung „Meer und Migration: Film- und kunsthistorische Perspektiven“, 25.-26. Juni 2026 (Kunstgeschichte, FB III)

Digitalisierungsprojekt der Universitätsbibliothek „Digitalisierung Walter Christaller - Zentrale Orte“ (Universitätsbibliothek)

Öffentlicher interdisziplinärer Festvortrag mit Prof. Dr. John Baines, Universität Oxford, Juli 2026 (Ägyptologie, FB III)

Forschungsprojekt "TRIAS – Thematisieren, Reflektieren, Intervenieren – Antisemitismus in Schulen begegnen" (Forschungs- und Dokumentationszentrum SEAL, FB III)

Ausstellung „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Bilder von Kindheit und Familie“, TUFA Trier, 7. bis 28. Juni 2026 (Kunstgeschichte, FB III)

Lehr-Forschungsprojekt „Summer School zu eisenzeitlicher Keramik am Fallbeispiel der Nekropole von Kamari, Griechenland – Dokumentation, Auswertung und Kontextualisierung“ (Klassische und Provinzialrömische Archäologie, FB III)

„Digital Games in Japanese Studies – Current Perspectives“, Internationale wissenschaftliche Tagung, 25. – 26. September 2026 (Japanologie, FB II)

“German Association of Sprachpraxis Professionals 2026 Conference”, 17. - 18. September 2026 (Anglistik, FB II)

Studienfahrt Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, 2. bis 9. Oktober 2026 (Forschungs- und Dokumentationsstelle SEAL, FB III)

Ausstellung »»generator 6: LUFT – Zwischen Atem und Atmosphäre (Arbeitstitel), ab November 2026 (Kunstgeschichte, FB III)

Sonstige Förderungen

„Lehrpreis 2025 der Universität Trier“, Vergabefeier am 4. Februar 2026 (Abt. V, Arbeitsstelle für gute und innvotive Lehre (AGIL))

Jedes Jahr können im Zeitraum Juli bis August die Studierenden und alle anderen Mitglieder der Universität ihre Lieblingsveranstaltungen vorschlagen. Für den Lehrpreis 2025 gab es insgesamt 153 Einreichungen. Davon waren aber nur 102 zur Lehrevaluation angemeldet, was eine Voraussetzung für die Teilnahme am weiteren Verfahren ist. Eine Expert*innenrunde wählte 7 Lehrveranstaltungen aus, unter denen die Senatskommission für Qualitätssicherung schließlich die finale Wahl traf. Einfach fiel der Kommission die Entscheidung nicht, denn alle Veranstaltungen auf der Shortlist konnten überzeugen. Doch das Seminar von Samantha Airo zeichnete sich nicht nur durch ein ausgefeiltes Lehrkonzept aus, ihre Veranstaltung wurde von den Studierenden auch am häufigsten vorgeschlagen und mit herausragenden Noten evaluiert.

Bei ihrer Veranstaltung wurden sowohl von den Studierenden als auch von der Senatskommission sehr positiv der hohe Praxisbezug und die Vermittlung berufsrelevanter Kompetenzen für die Tätigkeit im Grundschullehramt bewertet. „Man hat endlich das Gefühl, dass man etwas lernt, das man genau so in der Grundschule anwenden kann“, kommentiert eine studentische Stimme die Veranstaltung. Aus didaktischer Sicht fiel besonders der Einsatz vielfältiger, handlungsorientierter Lehrmethoden mit Lebensweltbezug auf. Im Seminar wurden beispielsweise Kinderserien und -filme analysiert, um die Vorstellungen und Selbstbilder von Kindern zu Körper und Geschlecht zu erkunden. Die Studierenden entwickelten selbst kreative Unterrichtsmaterialien in Form von Lapbooks, Experimenten und Spielen und durch den Einbezug von externen Gästen und Expert*innen von Pro Familia und der Initiative Schlau Trier wurden zusätzliche Perspektiven auf das Thema eröffnet.

Die weiteren nominierten Veranstaltungen auf der Shortlist bestachen ebenfalls mit spannenden Lehrkonzepten. So betrauten Dr. Stephan Brakensiek und Simon Santschi, der Leiter der Kunsthalle Trier, Studierende der Kunstgeschichte mit der Aufgabe, eigenständig eine Ausstellung in der Kunsthalle zu kuratieren. Dazu gehörte das Führen von Interviews mit den beteiligten Künstlern, wie auch das Schreiben von Texten und die Gestaltung des Ausstellungsparcours. JProf. Dr. Ferdinand Heimerl und Dr. Max Fiederling boten den Studierenden im Rahmen ihres Seminars zur Archäologie römischer Binnenhäfen die Möglichkeit, an einer geophysikalischen Prospektion teilzunehmen und im Nordbad Trier sogar mit Tauchausrüstung Amphoren zu bergen. Sebastian Gräber arbeitete mit den Studierenden in seiner Forschungswerkstatt zur Geschichte pädagogischer Institutionen im Nationalsozialismus an Originalquellen und gemeinsam wurden dazu Stadtführungsstationen entwickelten. 

PD Dr. Jan Simon Karsten und PD Dr. Christian Rollinger stellten das populäre Medium der Memes in den Mittelpunkt ihrer Veranstaltung und erarbeiteten mit ihren Studierenden ebenfalls eine Ausstellung. Prof. Dr. Thorsten Semrau brachte die Studierenden im Rahmen seiner Veranstaltung zum Thema Human Resource Management mit Gästen aus regionalen und überregionalen Unternehmen in Kontakt. Im Zuge dieser Beyond Classroom Interviews erhielten die Studierenden wertvolle Einblick in die Unternehmenspraxis. Dr. Johannes Stoffels setzte auf ein Blended-Learning-Format und kombinierte Kartierungsübungen mit digitalen Whiteboards mit Außenterminen im Nationalpark Hunsrück-Hochwald, um Waldschäden auf die Spur zu kommen.

Alle nominierten Veranstaltungen und ihre Dozierenden wurden beim Forum gute Lehre von der Präsidentin für ihre hervorragenden Lehrkonzepte und ihre engagierte Lehre mit einer Urkunde ausgezeichnet. Das Forum gute Lehre war diesmal außergewöhnlich gut besucht und hat sich mittlerweile als Austausch- und Vernetzungsveranstaltung fest etabliert. Neben der Vergabe des Lehrpreises umfasste das Programm wieder auch einen Gallery Walk, bei dem sich alle Teilnehmenden über innovative Lehrprojekte informieren konnten. So wurde von Dr. Hanna Jäger das kollaborative Arbeiten mit Zoom Whiteboards vorgestellt und Simon Münker zeigte, wie verschiedene KI-Sprachmodelle miteinander verglichen werden können. Laura Döring und Stefan Kellendonk führten HISTOCAT und HistoFox vor, zwei digitale Formate, die unter anderem eine kuratierte Sammlung von Lehr- und Lernmaterialien für die Geschichtswissenschaften bieten. JProf. Dr. Patrick Reinard gewährte Einblicke in das Arbeiten mit einer neuen Hyperspektralkamera, mit deren Hilfe neue Erkenntnisse über antike Schriftstücke gewonnen werden können. Dr. Birgit Weyand stellte mit ihrem Team das Projekt TriDivers vor, welches sich die Förderung von Diversität im Lehramtsstudium zum Ziel gesetzt hat. Außerdem gab es im Gallery Walk noch eine Station, um die neue universitäre KI-Plattform HAWKI kennenzulernen. Unter der Anleitung von Michael Buhl vom AGIL-Team konnten hier erste Anwendungserfahrungen gesammelt werden. 

Ein weiterer Höhepunkt des Forums gute Lehre war eine Podiumsdiskussion zur Frage: „Selbstbestimmtes Lernen – Wo fängt es an, wo hört es auf?“ Unter Beteiligung von Prof. Dr. Matthias Busch, Dr. Claudia Goméz Tutor, JProf. Dr. Susanne Kabatnik, Charlie Geitlinger und Noah-Che Auberer wurde in der Diskussion die Bedeutung des selbstbestimmten Lernens für den Lernerfolg der Studierenden herausgestellt. Deutlich wurde, dass dies neben geeigneten Rahmenbedingungen von den Lehrenden eine bewusste Gestaltung von Lernprozessen und auch eine kontinuierliche Reflexion der eigenen Rolle erfordert.

Weitere Informationen und Impressionen von der Verleihungsfeier

Semesterabschlusskonzert von Orchester und Chor des Collegium Musicum am 14. Februar 2026 in St. Maximin Trier (Collegium musicum)

Mit einem einzigen, wuchtigen Akkord verwandelte sich die ehemalige Abteikirche St. Maximin in Trier in einen vibrierenden Klangraum: Carl Orffs „Carmina Burana“ eröffnete das Semesterkonzert des Collegium Musicum der Universität Trier mit jener archaischen Wucht, die das Publikum sofort in ihren Bann zieht. Draußen herrschten winterliche Temperaturen, im ausverkauften Kirchenraum jedoch eine spürbare Wärme – nicht nur physisch, sondern vor allem musikalisch.

Unter der Leitung von Gocha Mosiashvili entfalteten Chor und Orchester ein Klangbild, das die ganze Spannweite von Orffs Monumentalwerk auslotete. Schon das eröffnende „O Fortuna“ ließ die Mauern erzittern: Paukenstöße, schneidend präzise Einsätze und ein Chor, der zwischen flüsternder Bedrohung und eruptiver Klanggewalt changierte. Doch ebenso eindrucksvoll gelangen die leisen Momente. Immer wieder nahm sich die Musik zurück, wurde zart, beinahe kammermusikalisch – etwa wenn die Streicher den Frühling in flirrenden Figuren ankündigten oder der Chor lange, schwebende Linien mit großer Klangdisziplin formte.

Die Solistinnen und Solisten setzten markante Akzente: Ausdrucksstarke Baritonpassagen, ein spielerisch-theatralischer Tenorauftritt mitten aus dem Orchester heraus sowie ein leuchtendes Sopran-Solo verliehen den drei Teilen des Werkes individuelle Konturen. Besonders eindrücklich war das Zusammenspiel mit dem Kinderchor, dessen feiner Klang den dramatischen Bogen im „Hof der Liebe“ um eine fragile, beinahe entrückte Dimension erweiterte.

Orffs Musik lebt von Kontrasten, und das Collegium Musicum nutzte diese dramaturgische Anlage konsequent: Derbheit und Zartheit, rhythmische Präzision und ausgelassene Spielfreude standen gleichberechtigt nebeneinander. So wurde das Wirtshaus-Tableau zu einem ebenso humorvollen wie virtuosen Höhepunkt, während die Liebesszenen mit sensibler Dynamik und klanglicher Transparenz überzeugten.

Als am Ende das Schicksalsrad mit der Wiederkehr von „O Fortuna“ seinen Kreis schloss, entlud sich die Spannung in minutenlangem, begeistertem Applaus. Das Publikum erhob sich von den Sitzen – ein eindrucksvolles Echo auf einen Konzertabend, der nicht nur musikalisch überzeugte, sondern auch die besondere Energie eines universitären Ensembles spürbar machte.

Weitere Informationen und Impressionen vom Semesterkonzert

„Festakt zu Ehren von Prof. Dr. Lukas Clemens“ (Geschichte, FB III)

Kofinanzierung von zwei Deutschlandstipendien, Laufzeit: Oktober 2026 bis September 2027 (Präsidentin)

Workshop für Mitarbeitende der Universitätsbibliothek, 24. Juni 2026 (Universitätsbibliothek)

Semesterabschlusskonzert von Orchester und Chor des Collegium Musicum Sommersemester 2026, am 27. Juni 2026 in der Pfarrkirche Heiligkreuz Trier (Collegium Musicum)

Trotz der Temperaturn waren zahlreiche Gäste gekommen und hielten dem Ensemble die Treue. Präsidentin Prof. Dr. Eva Martha Eckkrammer zeigte sich in ihrer Begrüßung erfreut über den großen Zuspruch. Ein ungewöhnliches Bild prägte den Konzertsaal: Im gesamten Kirchenraum sorgten unzählige Fächer für etwas Abkühlung.

Umso größer war die Anerkennung für die Musikerinnen und Musiker des Orchesters sowie die Sängerinnen und Sänger des Chores, die unter diesen anspruchsvollen Bedingungen mit großem Engagement musizierten.

Das abwechslungsreiche Programm schien in besonderer Weise den Nerv der Zeit zu treffen. Die ausgewählten Werke kreisten um Themen wie Sehnsucht, Frieden, Freiheit, Liebe sowie Hoffnung, Zuversicht und Trost – Botschaften, die angesichts der aktuellen Krisen und Konflikte eine besondere Wirkung entfalteten.

Den Konzertauftakt gestaltete das Collegium Vocale, ein achtköpfiges Vokalensemble aus den Reihen des Chores. Mit drei A-cappella-Werken aus drei Jahrhunderten überzeugten die Sängerinnen und Sänger durch eine ausgezeichnete Intonation und einen fein abgestimmten, kultivierten Chorklang.

Es folgte Ludwig van Beethovens Egmont-Ouvertüre op. 84. Unter der Leitung von Gocha Mosiashvili verlieh das Universitätsorchester dem Werk eine besonders ausdrucksstarke Interpretation. Eindrucksvoll gestaltete Kontraste zwischen düsteren und strahlenden Klangfarben, kraftvollen Höhepunkten und leisen, fast flüsternden Passagen sowie eine fein nuancierte Tempogestaltung ließen die Ouvertüre in einem nahezu romantischen Licht erscheinen.

Mit Carl Maria von Webers Concertino op. 26 für Klarinette und Orchester stand anschließend ein virtuoses Solowerk auf dem Programm. Nicolas Grandadam begeisterte mit einer technisch brillanten und zugleich musikalisch einfühlsamen Interpretation. Das Publikum honorierte seine Darbietung mit langanhaltendem Applaus und begeisterten Bravo-Rufen.

Ein weiterer Höhepunkt waren zwei Chansons der französischen Renaissance in einer modernen Bearbeitung des Trierer Komponisten Joachim Reidenbach für Chor und Orchester. Ein inniges Liebeslied und ein schwungvoller Tourdion mit Gesang und Schellenklang sorgten für musikalische Leichtigkeit und Lebensfreude. Der anwesende Komponist durfte sich über eine mitreißende Aufführung seiner Werke freuen.

Den Abschluss bildete Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium Wie der Hirsch schreit nach Psalm 42 – ein Werk voller Sehnsucht, Trost und Hoffnung. Mit seinen innigen Chorsätzen und der bewegenden Sopranarie, eindrucksvoll interpretiert von Lara Rieken, entfaltete das Werk seine ganze emotionale Tiefe. Chor, Orchester und Solistin überzeugten unter der einfühlsamen und zugleich präzisen Leitung von Gocha Mosiashvili mit einer musikalischen Darbietung, die Ruhe, Zuversicht und Trost vermittelte.

Das Publikum dankte allen Mitwirkenden mit Applaus und so wurde das Sommerkonzert des Collegium Musicum trotz der außergewöhnlichen Hitze zu einem eindrucksvollen musikalischen Erlebnis, das nicht nur durch seine hohe künstlerische Qualität, sondern auch durch seine emotionale Aussagekraft nachhaltig beeindruckte.

Weitere Informationen und Impressionen vom Semesterkonzert

„40 Jahre – 40 Stimmen“, Sammelband anlässlich des Jubiläums 40 Jahre Welterbe Trier (Klassische und Provinzialrömische Archäologie, FB III)