„Zimmermanns Verdienste um unser Fach sind vielfältig und unbestreitbar“ begründete Prof. Dr. Diego De Brasi die Entscheidung der Jury. Dabei hob er insbesondere Zimmermanns „beispiellosen Errungenschaften“ hervor: Zimmermann sei – so De Brasi weiter – „ein Wissenschaftler von hohem internationalem Ansehen“, der mit seinem „umfangreichen und innovativen wissenschaftlichen Werk […] grundlegend zum tieferen und differenzierteren Verständnis der kulturellen, literarischen und historischen Aspekte der griechisch-römischen Welt beigetragen“ habe.
Nach dem Studium der Klassischen Philologie an der Universität Konstanz wurde Zimmermann ebendort 1983 promoviert und habilitierte sich 1988. In seiner Dissertation Untersuchungen zur Form und dramatischen Technik der Aristophanischen Komödien legte Zimmermann eine minutiöse metrische, lexikalische und strukturelle Analyse der Chorpartien in den aristophanischen Komödien vor, während seine Habilitationsschrift Dithyrambos. Geschichte einer Gattung die erste monografische Untersuchung zu diesem literarischen Phänomen darstellt. Nach verschiedenen Zwischenstationen wurde er 1992 an die Universität Düsseldorf berufen. 1997 wechselte er dann nach Freiburg, wo er bis zum Eintritt in den Ruhestand 2024 den Lehrstuhl für Gräzistik innehatte. Seit 2006 ist Zimmermann ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Institutes; seit 2011 Mitglied der Academia Europaea, seit 2023 korrespondierendes Mitglied der Accademia Roveretana degli Agiati. 2014 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Akademie von Athen gewählt, 2022 zum externen ordentlichen Mitglied ebendort.
In seiner wissenschaftlichen Karriere befasste sich Zimmermann mit der gesamten Breite der griechischen Literatur, wobei die dramatischen Gattungen klar im Zentrum seines Interesses stehen, wie das in den letzten Jahren durchgeführte Akademieprojekt „Kommentierung der Fragmente der griechischen Komödie“ eindrucksvoll bestätigt.
Prof. Dr. Uwe Jun (Dekan des Fachbereichs III) überreichte bei der Festveranstaltung am 10. Juni die Urkunde, Universitätspräsidentin Prof. Dr. Eva Martha Eckkrammer überreichte die dazugehörige Ausonius-Statuette, die an den Namengeber des Preises erinnert. Der römische Lehrer, Dichter und Staatsmann Ausonius wirkte in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts für rund 20 Jahre am Trierer Kaiserhof, vor allem als Erzieher des späteren Kaisers Gratian. Als Dichter ist er vor allem für sein Werk "Mosella" bekannt.

