Forschungen zur antiken Sklaverei

Grabrelief der Aiedier (SMB, Antikensammlung Sk 840)

„Sklaven sind sie.“ – Nein, Menschen. „Sklaven sind sie.“ – Nein, Hausgenossen. „Sklaven sind sie.“ – Nein, Freunde von geringem Rang. „Sklaven sind sie.“ – Nein, Mitsklaven, wenn du bedenkst, dass dem Schicksal zusteht, beide gleich zu behandeln. (Seneca, Epistulae morales 47,1 - 1. Jh. n.Chr)

Das 1950 begründete Forschungsprojekt hat es sich zum Ziel gesetzt, das Phänomen der Sklaverei in all seinen Erscheinungsformen und mit allen in Frage kommenden Methoden zu untersuchen. Damit sollen die Grundlagen für eine objektive Beurteilung der Sklaverei als eines zentralen und kontrovers diskutierten Aspektes der Antike geschaffen werden. Diesem Ziel hat sich das Projekt, das derzeit von Prof. Dr. Heinz Heinen geleitet und von zwei hauptamtlichen Mitarbeitern (Dr. Andrea Binsfeld, Dr. Johannes Deißler) betreut wird, in den vergangenen Jahrzehnten unter Mitwirkung von etwa 100 ehrenamtlichen Mitarbeitern mit zahlreichen Publikationen und Teilprojekten genähert. Präsentiert werden die Ergebnisse in den Forschungen zur antiken Sklaverei, der Bibliographie zur antiken Sklaverei, dem Corpus der römischen Rechtsquelle zur antiken Sklaverei und dem Handwörterbuch zur antiken Sklaverei

. Letzteres soll die Ergebnisse der Forschungen des Projektes breiteren Kreisen zugänglich machen. Eine Bilddatenbank zur antiken Sklaverei ist momentan im Aufbau.

 Ausführliche Informationen zu laufenden Arbeitsvorhaben unter: www.sklaven.adwmainz.de

 

Letzte Änderung: 31.03.2009