Projekt Caring Communities
Caring Communities: Transnationale Zusammenarbeit für innovative Pflegelösungen im Donauraum
Das Interreg-geförderte Projekt "Caring Communities" zielt darauf ab, die ambulante Pflege und häusliche Versorgung im Donauraum zu verbessern. Koordiniert von der Diakonie Baden arbeiten 25 Projektpartner aus 9 Ländern daran, Kapazitäten und transnationale Kooperationsstrukturen verschiedener öffentlicher und privater Akteure aufzubauen, um nachhaltige Verbesserungen in der häuslichen Pflege zu erreichen. Die Universität Trier ist durch den Lehrstuhl für Organisationspädagogik (Prof. Dr. Andreas Schröer, Senior Research Fellow des Centrums für Soziale Investitionen und Innovationen der Universität Heidelberg (CSI)) an der Forschung im Rahmen des Projekts beteiligt.
System Innovation Labs und Acceleratoren als Innovationsinstrumente
Das Projekt entwickelt und erprobt zwei zentrale Formen von Kapazitätsaufbauprogrammen, die sowohl formelle Pflegedienste als auch informelle Unterstützungsstrukturen adressieren: System Innovation Labs (SIL) bearbeiten systemische Herausforderungen, die eine qualitativ hochwertige Leistungserbringung verhindern – etwa fehlende Refinanzierungssysteme für ambulante Pflege oder mangelnde Unterstützung informeller Pflegepersonen. In drei Ländern (Ungarn, Serbien, Moldau) werden öffentliche und private Akteure befähigt, gemeinsam an solchen Systemherausforderungen zu arbeiten und ko-kreativ Lösungen zu entwickeln. Parallel dazu pilotieren sechs Länder (Kroatien, Rumänien, Bulgarien, Deutschland, Österreich, Bosnien-Herzegowina) Accelerator-Programme, die innovative Lösungen in der häuslichen Pflege professionell begleiten, um diese weiterzuentwickeln, zu skalieren und zu verbreiten.
Forschung mit Fokus auf Transformative Social Innovation
Prof. Dr. Andreas Schröer (Universität Trier/CSI Heidelberg) leitet im transnationalen Team von Wissenschaftlerinnen aus Deutschland, Kroatien und Bulgarien (CSI, PFZG, IPS-BAS) die soziale Transformationsforschung. Die Forschung umfasst formative Evaluation, Social Impact Measurement sowie die Analyse transformativer sozialer Innovation. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie regionale soziale Innovationsinfrastrukturen, wie System Innovation Labs und Acceleratoren transformative Veränderungen im Pflegebereich in unterschiedlichen wohlfahrtsstaatlichen Arrangements bewirken können. Die Forschungsergebnisse bilden die Grundlage für Politikempfehlungen zur Entwicklung integrierter Governance-Modelle in der häuslichen Pflege.
Das Projekt „Caring Communities – Transnational multi-level approaches for transformative changes in the Homecare Sector and Community-based Development of the Danube Region“ wurde als Danube Strategy Flagship ausgezeichnet – eine wertvolle Bestätigung der intensiven Bemühungen für institutionelle Kapazitäten und Kooperation in der Donauregion.