Neuigkeiten Archiv

Portraitbild
Abbildung Gras
  • New Project at the KRCT: Dr. Paula Órdenes wins DFG Walter Benjamin position
    Dr. Paula Órdenes joins the team of the Kant Research Centre Trier with her project 
    Known Effects without Known Causes: Kant's Philosophy of Biology and its Legacy. 
    We are very much looking forward to our cooperation. Welcome Paula!

    Projektdescription
    This project investigates how Kant’s critical philosophy challenges both traditional and contemporary conceptions of life, organisms, and the scientific status of biology. It integrates historical and systematic approaches, engaging not only with Kant’s own texts but also with key figures in the history of biology such as Blumenbach, Darwin, von Bertalanffy, Maturana & Varela, and Robinson. The study advances three central theses: first, that Kant distinguishes systematically between organisms and living beings; second, that Blumenbach and Darwin do not fulfil the role of the “Newton of the blade of grass” as is often claimed; and third, that Kant’s thought exerted a formative, albeit implicit, influence on the emergence of systems biology.
    By developing these theses, the project intervenes in long-standing debates in the philosophy and history of biology concerning the interpretation of Kant’s biology in light of both his critical system and later scientific developments. It challenges the prevailing view that Kant’s biological thought is of merely historical interest, showing instead that it offers conceptual resources still relevant to contemporary theoretical biology. In particular, it contributes to current discussions on the philosophical foundations of systems biology by uncovering a neglected Kantian legacy. Thus, the study aims to redefine Kant’s place in the genealogy of biological thought and to clarify the conceptual underpinnings of biology as a science.

  • Dr. Davide Dalla Rosa wins Marie Curie Fellowship of the EU. Congratulations!
    Dr. Davide Dalla Rosa wins an EU Marie Curie Fellowship with his project Duties and Obligations in Arguing. A Kantian Approach to Argumentation (DOA).  The project will be hosted by the University of Torino with Prof Dr. Gabriele Gava.
    Abstract: How strongly should we defend our beliefs when arguing, and how much respect should we show for the beliefs of others, even if we disagree with them? The aim of DOA is to set out and describe argumentative duties inspired by Kant's epistemology and valid in different conversational settings. The project will be carried out at the Labont/DFE at the University of Turin (supervisor: Prof. Gabriele Gava), in collaboration with Princeton University (PU) as associated partner (supervisor: Prof. Andrew Chignell), and will include a secondment period at the University of Fribourg (UNIFR) for the outgoing phase.


  • Davide Dalla Rosa joins Kant Research Centre Trier
    We are delighted to announce that Davide Dalla Rosa is joining the Kant Research Centre in Trier. Welcome, Davide! He specialises in logic and epistemology in Kant. You can view Davide Dalla Rosa's profile on Academia (https://uni-trier.academia.edu/DavideDallaRosa). He will soon have a website here.

Poster Erasmus
  • Erasmus-Ausschreibung für das Studienjahr 2026/2027 veröffentlicht!
    Ein oder zwei Semester im Ausland studieren, ist eine große Bereicherung fürs Leben. Unsere derzeitigen Erasmus-Partner-Universitäten sind die Universitäten in:

    Amiens

    Nancy

    Milano

    Graz

    Madrid

    Valencia

    Ergänzend ist derzeit ein neues Austauschabkommen mit der Universität Palermo in Vorbereitung und es ist in Absprache mit dem Fach Romanistik voraussichtlich auch ein ERASMUS+-Aufenthalt an der Universität Pisa möglich.
    Bewerbungsschluss ist der 10. März 2026.
    Weitere Informationen finden Sie hier.

 


  • Philosophie an der Universität der Großregion: Call for Speakers
    In 2026 the annual UniGR graduate conference takes place from 27–28 April 2026 in Liege, organised by Ethan Field (efielduliegebe). The conference is open to all Philosophy PhD students from the universities of UniGR and all fields of philosophy.
    If you are interested please contact Ethan Field for further information.

 


  • Kooperativer Kommentar zu Kants Schrift "Über den Gemeinspruch" erschienen
    Im Oktober 2025 ist ein Band erschienen, der erstmals einen umfassenden Kommentar zu Kants Schrift "Über den Gemeinspruch" bietet. Der Band ist aus dem Kant-Kolloquium hervorgegangen, das alljährlich an der Universität Trier stattfindet.
    Weitere Informationen

  • Fach Philosophie veröffentlicht Hinweise zur Nutzung von KI
    Das Team im Fach Philosophie reagiert auf die schnelle Entwicklung der Leistungsfähigkeit texterzeugender Künstlicher Intelligenz: Alle Lehrenden haben sich im Laufe des SoSe auf eine Position verständigt, die nicht nur den Rahmen des Zulässigen absteckt, sondern auf die Ziele des Philosophiestudiums ausgerichtete Empfehlungen zur Nutzung und Nicht-Nutzung von generativer KI gibt. Die Hinweise finden Sie hier. Zeitgleich hat die Universität ein neues Muster einer Eigenständigkeitserklärung erstellt, das bei Haus- und Abschlussarbeiten ab sofort zu verwenden ist.

  • Wichtige Hinweise zu Lehrveranstaltungen im WS 2025/26
    Das Seminar “Transzendentale Ästhetik” von Herrn Oberhausen muss krankheitsbedingt leider komplett ausfallen. Sein Seminar zu Basiskompetenzen wird voraussichtlich in der zweiten Semesterhälfte als Blockseminar stattfinden.
    Da sich viele Studierende zunächst zu mehr Seminaren anmelden, als sie letztendlich besuchen möchten, ist schwer vorauszusehen, ob das verbleibende Lehrangebot in der Philosophie ausreichen wird. Sollten Sie in weniger Seminaren zugelassen sein, als Ihr Semesterverlaufsplan vorsieht, probieren Sie bitte im Laufe der ersten Semesterwoche, durch Erscheinen in der ersten Sitzung noch einen Seminarplatz zu bekommen. Sollte das trotz aller Bemühungen nicht klappen, schreiben Sie bitte an philoorgauni-trierde unter Angabe des Moduls, das Sie studieren möchten. Wir werden dann versuchen, das Lehrangebot noch anzupassen.

  • Semestereröffnungsveranstaltung WS 2025/26
    Die Semestereröffnungsveranstaltung zum Wintersemester 2025/26 findet statt am 
    Mittwoch, den 15.10.2025 17-19 Uhr in Raum B 14
    Alle Studierenden und alle Lehrenden des Faches Philosophie sind herzlich eingeladen! Es wird über Neuigkeiten und Wissenswertes im Fach berichtet, und alle Lehrenden stellen sich vor. Danach besteht Gelegenheit, sich mit Kommilitonen und Lehrenden bei einem Glas Wein oder Saft auszutauschen und auf den Start des neuen Semesters anzustoßen.

Cover KI Ost West
  • Sammelband mit Beiträgen zur Ethik der Digitalisierung erschienen
    Im August 2025 ist der von Asadeh Ansari-Bodewein (Philosophie) und Tim Dressler (Sinologie) herausgegebene Band “KI zwischen Ost und West” erschienen. Die Beiträge des Bandes erörtern aktuelle Problemstellungen im Kontext der Entwicklung Künstlicher Intelligenz aus der Perspektive verschiedener akademischer Disziplinen (Philosophie, Sinologie, Informatik, Soziologie). Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Einbeziehung der sinologischen Perspektive, da China in Europa seit vielen Jahren insbesondere im Zusammenhang mit Diskussionen um die Auswirkungen von KI wahrgenommen wird. Der Band ist aus Vorträgen der Tagung "KI zwischen Ost und West" hervorgegangen, die das Projekt “Aufbau eines Ethik-Instituts” gemeinsam mit der Sinologie der Universität Trier im März 2024 veranstaltet hat.
    Der Band ist im Netz der Universität Trier online zugänglich.

Buchcover
  • Perspektiven auf den Philosophiekanon - Interkulturelle Philosophie im Philosophieunterricht
    Im Juli 2025 ist der von Ralf Glitza (Ruhr-Universität Bochum) und Erdmann Görg (Universität Trier) herausgegebene Band “Perspektiven auf den Philosophiekanon - Interkulturelle Philosophie im Philosophieunterricht“ erschienen.
    Der gegenwärtige Philosophieunterricht steht vor großen Herausforderungen, die sich nicht auf das Spannungsfeld von Kompetenzförderung und Digitalisierung des Unterrichts beschränken lassen. In einer heterogenen und zugleich global vernetzten Gesellschaft sollte der Philosophieunterricht stets über den eurozentrischen Tellerrand hinaus implementiert werden und sich intensiv mit weltweit einflussreichen ideengeschichtlichen Konzeptionen aus islamisch und chinesisch geprägten Kulturräumen befassen. Trotz aller augenfälligen kulturellen Unterschiede, so der Leitgedanke der Herausgeber, steht hinter philosophierenden Menschen eine deutend-reflektierende, allen Menschen gemeinsame, von logischen Kategorien gekennzeichnete Vernunft, die substanziell für einen zugleich modernen und interkulturellen Philosophieunterricht ist.

  • GANPH Essaywettbewerb 2024
    2024 hat die GANPH zum zweiten Mal gemeinsam mit dem Karl Alber Verlag einen Essay-Preis ausgeschrieben. Die Essay-Frage lautete diesmal: „Alter Wein in neuen Schläuchen? Lässt sich die Begrifflichkeit der Gegenwartsphilosophie für die Auseinandersetzung mit Themen der antiken Philosophie nutzbar machen und umgekehrt, und wenn ja, wie?“ 
    Die Ausschreibung richtete sich an Wissenschaftler*innen aller Qualifikationsstufen und Studierende. Eine Jury bestehend aus vier Mitgliedern des erweiterten Vorstandes der GANPH hat die eingereichten, anonymisierten Texte gelesen und einen Text für den ersten Preis ausgesucht.
    Den diesjährigen Essaypreis und das damit verbundene Preisgeld in Höhe von 500 Euro erhält Frau Lisa Lütgenau M.A. von der Universität Trier für Ihren Beitrag: „Der Wein der Freiheit im Munde der Moderne“. 

  • Interview der FR zum Kant-Jahr mit Prof. Dr. Kristina Engelhard
    Aus Anlass des 300. Geburtstages von Immanuel Kant erschien am 8.3.2024 ein Interview von Michael Hesse von der Frankfurter Rundschau mit  Prof. Dr. Kristina Engelhard. Lesen Sie es hier.

  • Fach trauert um Prof. Dr. Ernst Wolfgang Orth
    Professor Doktor Ernst Wolfgang Orth, von 1970 bis 2001 Professor für Philosophie an der Universität Trier, trug maßgeblich zum Aufbau des Fachs Philosophie an der neugegründeten Universität bei und prägte es über mehrere Jahrzehnte noch weit über seinen Eintritt in den Ruhestand hinaus. Sein philosophisches Interesse galt hauptsächlich dem Verhältnis von Natur und Kultur, zu dem er in Auseinandersetzung mit der deutschsprachigen Philosophie des ausgehenden 19. und des frühen 20. Jahrhunderts bedeutende Forschungsbeiträge leistete. Er war Mitglied zahlreicher editorial boards von Zeitschriften und Buchreihen, Fachgutachter der DFG sowie Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Philosophie. Gastprofessuren führten ihn an die Universitäten Penn State, Ottawa, Mailand, Graz und Kyoto. Hinter der außergewöhnlichen wissenschaftlichen Produktivität stand eine überaus zugewandte, weltoffene Persönlichkeit, an die wir uns in großer Dankbarkeit erinnern. Seiner Familie und allen Angehörigen gilt unser tiefes Mitgefühl. 
    Herr Prof. Dr. Ernst Wolfgang Orth ist am 1.3.2024 mit 87 Jahren verstorben.
    Ausführlicher Nachruf des Faches.

  • Herzlichen Glückwunsch!
    Herr Dr. Lorenzo Spagnesi hat im Rahmen seines Habilitationsprojekts "Idealization and Knowledge of Nature: A Regulative Account of Science" einen Reisekostenzuschuss der Fritz Thyssen Stiftung für seinen Forschungsaufenthalt an der Johns Hopkins University Universität und der University of Notre Dame erhalten.

KYB
  • Kant Yearbook nun an der Kant-Forschungsstelle Trier!

    Mit der neuen Ausgabe wird Kristina Engelhard Chef-Herausgeberin des Kant Yearbook. Das Kant Yearbook wurde 2009 von Dietmar Heidemann gegründet und hat sich seither zu einem der international führenden Zeitschriften in der Kant Forschung entwickelt. International führende Kant-Forscherinnen und -Forscher sind Mitglieder des editorial board. Zielsetzung des Kant Yearbook ist, die innovative Kant-Forschung auf internationaler Ebene zu intensivieren. Aus diesem Grund veröffentlicht das Kant Yearbook bevorzugt Beiträge in englischer Sprache, aber auch deutschsprachige Beiträge werden berücksichtigt. Die Ausgaben sind einem bestimmten Thema gewidmet. Es wird von De Gruyter verlegt und hat beste Ergebnisse bei den führenden Rankings im Vergleich mit anderen der Philosophie Kants gewidmeten Zeitschriften erzielt.

    Webseite

    Webseite des Kant Yearbook bei De Gruyter

    ______________________

    Kant Yearbook now at the Kant-Forschungsstelle Trier!

    With the new issue, Kristina Engelhard takes over as editor-in-chief of the Kant Yearbook. The Kant Yearbook was founded in 2009 by Dietmar Heidemann and has since become one of the highest esteemed international journals in Kant research. Leading international Kant scholars are members of the editorial board. The goal of the Kant Yearbook is to intensify innovative Kant research on an international level. For this reason, the Kant Yearbook prefers to publish articles in English, but German-language contributions will also be considered. Each issue is devoted to a specific topic. It is published by De Gruyter and has achieved best results in the leading rankings compared to other journals devoted to Kant's philosophy.

    Website

    Website of the Kant Yearbook at De Gruyter


  • Herzlichen Glückwunsch! Dr. Lorenzo Sala wird für seine Dissertation "Kant's Theory of Consciousness and its Role in the Critique of pure Reason" mit dem Premio Barone ausgezeichnet.
    Der "Premio Barone", der 1997 zum Gedenken an den italienischen Erkenntnistheoretiker und Historiker der Logik, Professor Francesco Barone, gegründet wurde, ist ein Preis für Dissertationen in der Philosophie. Er wird vom Rotary Club Versilia gestiftet, in dem Professor Barone ein berühmtes Mitglied war, und von einer Kommission verschiedener Philosophieprofessoren verliehen.

Fotografie Möhsen-Papiere
  • DFG-Projekt Quellen zur Berliner Mittwochsgesellschaft: Edition und Kommentierung der Moehsen-Papiere für drei Jahre bewilligt, November 2022

    Prof. Dr. Kristina Engelhard, Prof. Dr. Damien Tricoire (Neuere Geschichte, Universität Trier), Armin Emmel, M.A.

    Die Geschichte der 1783 gegründeten Berliner Mittwochsgesellschaft gilt als ein zentrales Thema der Aufklärungsforschung. Die Berliner Mittwochsgesellschaft versammelte hohe Staats­diener, Kleriker, Publizisten und Gelehrte und war zweifellos eine der ein­fluss­reichs­ten So­zie­täten in Bran­den­burg-Preu­ßen im späten 18. Jahrhundert. Ziel des hier be­an­tragten inter­dis­zi­plinären Projektes ist die digitale Edition der wichtigsten Quelle zur Berliner Mittwochsgesellschaft nach ein­heit­lichen Kriterien sowie deren Kommentierung. Dabei handelt es sich um Papiere aus dem Besitz des kö­nig­lichen Leibarztes Johann Carl Wilhelm Moehsen (»Moehsen-Papiere«), die nach seinem Tode zu einem Kodex zu­sam­men­gebunden wurden und die einzigartige Einblicke in Diskussionen aufklä­re­rischer Kreise im Berlin des späten 18. Jahrhunderts bieten. Dank der digitalen Edition soll ein wichtiges Kapitel der euro­päischen Ideengeschichte der For­schung zugänglich gemacht werden.

    Die Antragstellung wurde gefördert vom Forschungsfond der Universität Trier sowie von der  Manfred und Christa May Stiftung

Fotografie von Dr. Lorenzo Spagnesi
  • Lorenzo Spagnesi mit dem "Wilfried Sellars Junior Scholar Essay Prize" 2022 ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!
    Lorenzo Spagnesi erhält die Auszeichnung der North American Kant Society (NAKS) für seinen jüngsten Aufsatz:
    Regulative Idealization: A Kantian Approach to Idealized Models

    Abstract
    Scientific models typically contain idealizations, or assumptions that are known not to be true. Philosophers have long questioned the nature of idealizations: Are they heuristic tools that will be abandoned? Or rather fictional representations of reality? And how can we reconcile them with realism about knowledge of nature? Immanuel Kant developed an account of scientific investigation that can inspire a new approach to the contemporary debate. Kant argued that scientific investigation is possible only if guided by ideal assumptions—what he calls “regulative ideas”. These ideas are not true of objects of nature, and yet they are not heuristic tools or fictional representations. They are necessary rulesgoverning the construction and assessment of scientific explanations. In this paper, I suggest that some idealizations can be interpreted as having necessary regulative value and as being compatible with scientific realism. I first analyse the puzzle of the nature of idealization and present the main approaches to this topic in the literature. Second, I reconsider the puzzle vis-à-vis a restricted, Kantian definition of idealization and a novel characterization of the relation between idealization and truth. Finally, I discuss in detail an example of idealization (the Hardy-Weinberg equilibrium) along the suggested Kantian lines.

    Der Wilfried Sellars Junior Scholar Essay Prize ist eine der renommiertesten Auszeichnungen in der Kant-Forschung. Lorenzo Spagnesi wird im Herbst zur “Choose-your-Ideal-Commentators” VNAKS session eingeladen, wo er einen Vortrag über sein Paper halten wird. 
    Der Aufsatz ist aus dem DFG-Projekt "Inductive Methods in Kant and Neo-Kantianism" der Forschungsgruppe "Inductive Metaphysics" (FOR 2495) hervorgegangen.

Buchcover von "Träume eines Geistersehers" von Immanuel Kant.
  • Neuedition von Kants "Träume eines Geistersehers" erschienen 
    Die 1766 erschienenen »Träume eines Geistersehers« nehmen eine Schlüsselstellung in Kants Werk ein. Anlässlich der Aus­einandersetzung mit der Geisterseherei Emmanuel Sweden­borgs prüft Kant die Erkenntnisansprüche der rationalen Psychologie und weist sie als haltlos zurück. Diese Kritik weitet sich zu einer Ablehnung der gesamten herkömmlichen Metaphysik aus, deren Scheitern Kant zum Anlass nimmt, nach der angemessenen Methode in der Philosophie zu fragen. Als solche empfiehlt er die Hinwendung zu erfahrungswissenschaftlichen Verfahren. Damit hat Kant bereits wesentliche Momente seiner späteren Vernunftkritik erarbeitet. Aber auch die praktische Philosophie profitiert von der im Geist des Skeptizismus und im Tonfall ironisch­sarkastischer Redeweise durchgeführten Untersuchung. Es zeigt sich, dass die Grundzüge von Kants Moralphilosophie bereits 1766 gefunden sind. Kants Abhandlung bedeutet somit in mehrfacher Hinsicht das Ende seiner vorkritischen Phase und markiert die eigentliche Geburtsstunde des Kritizismus. Die Ausgabe präsentiert Kants Text erstmals in historisch­kritischer Gestalt und mit deutschen Übersetzungen der Stellen aus den »Arcana Coelestia« Sweden­borgs, auf die sich Kant bezieht. Die umfänglichen Erläuterungen decken die Anknüpfungen an die zeitgenössische Philosophie auf und stellen die Verbindung der Abhandlung mit Kants vorkritischen wie kritischen Werken her.

    Herausgegeben von Lothar Kreimendahl und Michael Oberhausen. Philosophische Bibliothek 747. 2022. Mit einer Einleitung und Erläuterungen herausgegeben von Lothar Kreimendahl und Michael Oberhausen. CLXXII, 289 Seiten. 


  • Nachruf
    Fach Philosophie trauert um Dr. Michael Trauth.


  • Nachruf
    Freunde und Kollegen der Trierer Philosophie trauern um Prof. Dr. Michael Albrecht.