Forschungsschwerpunkte

Historische Spezialisierungsbereiche

  • Kant
  • Rationalismus und Empirismus
  • Neuzeitliche Naturphilosophie

 

Systematische Spezialisierungsbereiche 

  • Wissenschaftstheorie: Naturgesetze, Einheit und Pluralismus der Wissenschaft, Modellbegriff.
  • Metaphysik: Realismus, Essentialismus, Kausalität

 

Kompetenzbereiche

  • Ästhetik
  • Erkenntnistheorie
  • Phänomenologie

Projekte

„Inductive Metaphysics“

Projekt A4: Inductive Methods in Kant and Neo-Kantianism  (Prof. Dr. Kristina Engelhard, Dr. Lorenzo Spagnesi, Prof. Dr. Brigitte Falkenburg, TU Dortmund) gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (Projektseite) als Teil der Forschungsgruppe „Inductive Metaphysics“ (FOR 2495).

Übergeordnetes Ziel der Forschungsgruppe „Inductive Metaphysics“ ist es, eine neue Konzeption der Natur und Methodologie von Metaphysik zu entwickeln. Dabei soll aufgezeigt werden, dass metaphysische Hypothesen und Theorien nicht allein durch begriffliche Intuitionen und reine Vernunftargumente begründet werden können, sondern – wie die Hypothesen und Theorien anderer Wissenschaften – wesentlich auch auf empirische Quellen und induktive Schlüsse gestützt sein sollten.

Das Teilprojekt A4 „Inductive Methods in Kant and Neo-Kantianism“ erforscht dabei den historischen Hintergrund der späteren Programme einer induktiven Metaphysik (IM) unter systematischen Gesichtspunkten mit besonderem Fokus auf die Philosophie Kants. Im Gegensatz zu äußerst einflussreichen Auffassungen des 19. und 20. Jahrhunderts behaupten wir, dass weder Kants Transzendentalphilosophie noch seine kritische Theorie der Natur ausschließlich auf apriorischen Methoden beruhte.

Meine Forschungsarbeit konzentriert sich auf Teil I und Teil I des Projekts. Teil I des Projekts befasst sich mit den Elementen induktiver Metaphysik in Kants kritischer Theorie der Natur. Wir wollen die Rolle von Analogieargumenten als einer induktiven Methode in Kants kritischer Philosophie untersuchen und eine Interpretation von Kants Metaphysischen Anfangsgründen der Naturwissenschaft (MAN) (1786) entwickeln, die dieses Werk in scharfem Kontrast zur üblichen Sicht zu einem beachtlichen Grad als Übung in induktiver Metaphysik betrachtet. Teil II konzentriert sich auf zwei spezifische Lehren von Kant, die systematisch relevant für die induktive Metaphysik sind. Erstens deuten wir die transzendentalen Ideen, soweit Kant ihren regulativen Gebrauch in der Transzendentalen Dialektik der Kritik der reinen Vernunft (KrV) behandelt und sie in den MAN anwendet, als Modelle. Wir wollen damit zeigen, dass Kants Metaphysik der Natur teilweise im Sinne einer Modellbildungs-Auffassung der Metaphysik verstanden werden kann. Zweitens argumentieren wir, dass seine Theorie des regulativen Gebrauchs der transzendentalen Ideen als Ansatz verstanden werden sollte, der Theoriewahl-Kriterien für Schlüsse auf die beste Erklärung liefern kann. 


Lebenslauf

  • seit 10/2021: Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der DFG-Forschergruppe „Induktive Metaphysik“ (FOR 2495), Teilprojekt A4: „Induktive Methoden bei Kant und im Neukantianismus“ (Projektleitung: Prof. Dr. Kristina Engelhard)
  • 03/2021 – 09/2021: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fach Philosophie der Universität Trier (am Lehrstuhl Philosophie der Neuzeit, Prof. Dr. Kristina Engelhard)
  • 05/2021: Promotion an der University of Edinburgh mit der Arbeit „Kant and the Systematicity of Nature. The Regulative Use of Reason in the Critique of Pure Reason
  • 2018 – 2021: Tutor an der University of Edinburgh.
  • 2017 – 2021: Promotionsstudium in Philosophie an der University of Edinburgh (Verteidigungstermin: Frühling 2021); Betreuer: Prof. Michela Massimi und Dr. Alix Cohen. Gefördert durch European Research Council (2017 – 2020; Perspectival Realism. Science, Knowledge, and Truth from a Human Vantage Point; Projektleitung: Prof. Michela Massimi) und Royal Institute of Philosophy (2020 – 2021).
  • 10/2019 – 12/2019: Forschungsaufenthalt. Goethe Universität Frankfurt bei Prof. Dr. Marcus Willaschek.
  • 2014 – 2016: Magister Artium (M.A.) in der Fäch Philosophie, Università Cattolica del Sacro Cuore (UCSC, Mailand).
  • 2011 – 2014: Studium der Wirtschaftswissenschaften und Management in Kunst, Kultur, and Kommunikation, Università Bocconi (Mailand)

Publikationen und Vorträge

Aufsätze

  • „The Necessity of Empirical Laws of Nature through the Lenses of Kant’s Dialectic“, Kantian Review, Special Issue, „Kant and Natural Science“, edited by A. Cooper and A. Jones (invited)
  • „The Idea of God and the Investigation of Nature in Kant’s Transcendental
    Dialectic“, Forthcoming in Kantian Review.
  • „Kant’s Space of Theoretical Reason and Science: A Perspectival Reading,“ in L. Caranti and A. Pinzani (eds.), Kant and the Contemporary World, Routledge (forthcoming).

Rezensionen

Vorträge

„Regulative Idealization: A Kantian Approach to Idealized Models“

  • Metaphysics as Modeling. Contemporary and Kantian Issues. University of Trier, 10/2021.

„The Regulative Use of Reason: From Transcendental Illusion to Ideas as Prescriptive Rules”

  • XVe Congrès international de la SEKLF. Università Cattolica (Milan), 09/2021.
  • Multilateral Kant Colloquium – 9th Edition. Tsinghua University (Beijing), 10/2020 [wegen Coronavirus-Pandemie verschoben].
  • Reason, Ideas, and Norms in Kant. University of Edinburgh, 06/2020 [wegen Coronavirus-Pandemie verschoben].

„The Systematic Unity of Reason as a Criterion of Empirical Truth “

  • Leuven Kant Conference2019. KU Leuven, 05/2019.

Respondent to Ido Geiger’s manuscript chapter „The Conceptual Purposiveness of Nature“

  • Kant and the Systematicity of Nature. University of Edinburgh, 05/2019.

„Reason as the ‘Touchstone of Truth’“

  • Kant’s Scots – Fall 2018. University of Edinburgh, 11/2018.
  • Multilateral Kant Colloquium – 8th Edition. Università degli Studi di Catania, 10/2018.
  • UKKS Annual Conference 2018. Cardiff University, 09/2018.

Lehrveranstaltungen

  • Proseminar „Theories of Causation“ (WS21/2)
  • Proseminar „Kant and the Unity of Science“ (SS21)
  • Proseminar „Introduction to Philosophy of Science“ (SS21)