Am 17. Juni 1947 entschied die Staatsanwaltschaft in Luxemburg, die Ermittlungen gegen den „mutmaßlichen“ Kriegsverbrecher Otto Schmalz einzustellen. Als Begründung wurden ungenügende „Anhaltspunkte zur Verfolgung des Beschuldigten als Kriegsverbrecher“ angegeben. Aus heutiger Sicht wirkt die Entscheidung der Staatsanwaltschaft befremdlich, besonders wenn man bedenkt, dass Schmalz als sogenannter „Judensachbearbeiter“ in Luxemburg u. a. für die Deportation
hunderter Bürger:innen verantwortlich war, die als Jüdinnen und Juden verfolgt wurden.
Jérôme Courtoy/Lena Haase/Daniel Thilmann/Renée Wagener
Eichmanns Helfer in Luxemburg: Otto Schmalz (1904-2002)
(Périodique de la Résistance et des Droits Humains, N° 1), Luxembourg 2026.
Éditeur / Herausgeber / Publisher
Musée National de la Résistance et des Droits Humains, Esch-sur-Alzette, LU
Textes / Texte / Texts
Jérôme Courtoy, Lena Haase, Daniel Thilman, Renée Wagener, Frank Schroeder
Layout
Ronnie Gerber (MNRDH)
Impression / Druck / Print
Imprimerie Schlimé, Bertrange, LU
ISSN 3153-1091 (version digitale)
ISSN 3153-1083 (version print)
Esch-sur-Alzette, 2026
In Zusammenarbeit mit dem
Centre for Contemporary Digital History (C2DH) und der Universität Trier
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Périodique de la Résistance et des Droits Humains
