Gina Krewer

Profil

Gina Krewer hat an der Universität Leipzig Theaterwissenschaft studiert und schloss ihr Studium mit dem Grad Master of Arts ab. In ihren Abschlussarbeiten setzte sie sich mit antisemitischen Figuren im Theater der Aufklärung sowie mit aktuellen Debatten über Antizionismus im deutschen Kunst- und Kulturbetrieb auseinander. Während ihres Studiums war sie von 02/2018 bis 03/2023 am Centre of Competence for Theatre tätig. Seit dem 03/2026 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der IIA.


Arbeits- und Forschungsschwerpunkte

  • Antisemitismus
  • Theater

Aktuelle Forschungsprojekte

TRIAS - Thematisieren, Reflektieren, Intervenieren: Antisemitismus in Schulen begegnen

FörderungNikolaus Koch Stiftung
Laufzeit08/2025-07/2027
Rolle im ProjektWissenschaftliche Mitarbeiterin
TRIAS ist ein interdisziplinäres Bildungs- und Transferprojekt der Universität Trier, das die schulische Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Region stärkt. Es befähigt Lehrkräfte und Lehramtsstudierende – und damit auch Schüler:innen –, Antisemitismus in seinen historischen, ideologischen und gesellschaftlichen Dimensionen zu erkennen, im Unterricht fächerübergreifend zu thematisieren und bei Vorfällen professionell zu handeln. Das Projekt reagiert auf ein zentrales Defizit: Antisemitismus wird im Schulkontext bislang fast ausschließlich im Geschichtsunterricht und im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus behandelt. Aktuelle Erscheinungsformen und ideologische Kontinuitäten bleiben meist außen vor. So entsteht das Bild eines abgeschlossenen historischen Phänomens ohne Vor- und Nachgeschichte – mit weitreichenden Folgen für das Verständnis heutiger antisemitischer Mobilisierungen, etwa seit dem 7. Oktober 2023. Zugleich berichten Lehrkräfte von Unsicherheiten im Umgang mit dem Thema: Es fehlt an Hintergrundwissen, passenden Materialien und an Konzepten zur alters- und fächergerechten Vermittlung.  TRIAS setzt hier an: Es stellt didaktisch aufbereitetes Material zur Verfügung und qualifiziert Lehrkräfte darin, Antisemitismus als epochenübergreifende Struktur einzuordnen, antisemitische Äußerungen und Handlungen zu erkennen, Antisemitismus und seine lange Geschichte im Unterricht zu thematisieren und bei Vorfällen kompetent zu intervenieren.
Projektwebsite

Publikationen und Fachvorträge

Aufsätze

  • Seul, Marc / Zarbock, Luca / Richter, Salome / Thurau, Franziska / Krewer, Gina (2024): Probleme, Perspektiven und Aufgaben antisemitismuskritischer Forschung im Angesicht des 7. Oktober. In: Zarbock, Luca et al. (Hrsg.): Antisemitismus zwischen Latenz und Leidenschaft. Kommunikations- und Äußerungsformen des Judenhasses im Wandel (= Trierer Beiträge zur interdisziplinären Antisemitismusforschung, Bd. 2). Opladen, Berlin, Toronto: Barbara Budrich, S. 9–32. DOI: doi.org/10.2307/jj.19220214.4. [PDF]