Seit Juli 2026 leitet Dr. Sabine Undorf die Juniorprofessur für Klimatologie und Meteorologie – den neu benannten Nachfolgebereich der bisherigen Umweltmeteorologie von Prof. Dr. Günter Heinemann.
In ihrer Forschung fokussiert sie sich auf die Attribution von Klima und Klimafolgen: Sie entwickelt bestehende Methodiken weiter und wendet diese auf neue Forschungsfragen an. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf datenarmen Regionen wie Teilen Afrikas und Asiens, um die Konsequenzen des Klimawandels auf die Agrarwirtschaft und die Gesundheit der Menschen zu analysieren.
Zudem beleuchtet sie die Wechselwirkung zwischen Klimawissenschaft und Gesellschaft – etwa wie Attributionsdaten wahrgenommen werden und welchen Einfluss gesellschaftliche Werte auf die Forschung nehmen.
Dr. Julia Regnery wird als W2-Professorin für Biogeochemie und Umweltschadstoffe verschiedene Forschungsschwerpunkte miteinander verbinden und neue Schwerpunkte im Fachbereich VI setzen.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Identifikation und Charakterisierung von Schadstoffeinträgen sowie auf dem Verständnis von Transport- und Transformationsprozessen in Boden, Wasser und Biota. Hierzu zählen physikalisch-chemische Prozesse und biologische Abbauprozesse. Zur Identifizierung von umweltrelevanten Schadstoffen und Transformationsprodukten sollen neue methodische Ansätze angewendet werden, die in die Entwicklung von Bewertungskonzepten und Monitoring Strategien einfließen.
Ein weiterer Fokus liegt auf dem Monitoring von Schadstoffen, deren Umweltverhalten und Auswirkungen bislang unzureichend verstanden sind und bei denen weitreichende Eingriffe durch Regulierungsbehörden, und somit Umweltverbesserungen, noch möglich sind. Ein zentrales Instrument wird hierbei das strategische Fischottermonitoring basierend auf Totfunden sein, welches in Zusammenarbeit mit externen Kooperationspartnern im Rahmen eines Umweltbundesamt-finanzierten Drittmittelprojekts zur Überprüfung der Wirksamkeit von Risikominderungsmaßnahmen im Chemikalien-Vollzug genutzt werden soll.
Die Professur versteht sich so als verbindendes Element zwischen Grundlagenvermittlung, angewandten umweltwissenschaftlichen Fragestellungen und berufsqualifizierenden Kompetenzen, insbesondere im Hinblick auf zukünftige Tätigkeiten der Studierenden in Umweltbehörden, Ingenieurbüros und in der Forschung. In der Forschung soll ein international sichtbares Profil auf Basis der bisherigen Forschungstätigkeit aufgebaut werden, dass die Einwerbung von Drittmitteln auf nationaler und internationaler Ebene ermöglicht.