Molekulare Ökologie im Lehr-Lern-Labor
Curriculare Innovationsforschung im Kontext von Molekulargenetik und Biodiversität
Projektbeschreibung
Für die interdisziplinäre Beantwortung von Biodiversitätsfragen sind moderne Fachmethoden der molekularen Ökologie unerlässlich. Dabei spielt das eDNA-Metabarcoding eine zentrale Rolle, mit dem auf Grundlage der in einer Umweltprobe enthaltenen Umwelt-DNA (eDNA, environmental DNA) zahlreiche Arten gleichzeitig identifiziert werden können.
Im Rahmen unseres Forschungsprojektes ist es gelungen, einen innovativen „low cost“-, „low risk“- und „low time“-Workflow für das eDNA-Metabarcoding von Knochenfischarten zu entwickeln und diesen im Lehr-Lern-Labor (BioGeoLab) zu implementieren. Dieser Workflow zeichnet sich durch eine hohe curriculare Anschlussfähigkeit aus, indem erstmals alle zentralen molekularbiologischen Methoden in einem maximal dreitägigen Laborpraktikum durchlaufen werden können: DNA-Isolierung, Polymerase-Kettenreaktion, Agarose-Gelelektrophorese und DNA-Sequenzierung.
Das Angebot der im Lehr-Lern-Labor verankerten molekularbiologischen Praktika mit biodiversitätsbezogenem Fokus wird stetig konsolidiert und erweitert.
Projektziele
- Brückenschlag zwischen Universität und Schule (Netzwerkbildung)
Verzahnung von schulischer Unterrichtspraxis (Workshops im Lehr-Lern-Labor) mit universitärer Forschung und Lehre (fachwissenschaftlich und fachdidaktisch) im Kontext von Molekulargenetik und Biodiversität. - Sensibilisierung für Biodiversitäts- und Umweltschutzfragen (Nachhaltigkeitsbildung)
Erhebung von Umweltdaten, die einen Beitrag zur Bewertung der Biodiversität leisten. Dabei liegt der Fokus auch auf dem Monitoring von invasiven und gefährdeten Arten.
Kooperation & Förderung
- Das Fach Biogeographie der Universität Trier stellt die notwendigen Laborräume zur Verfügung und unterstützt die Vernetzung im Bereich der molekularen Ökologie.
- In Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Landesinstitut Rheinland Pfalz werden landes- und bundesweite Fortbildungen für Schul- und Hochschulpersonal organisiert.
- Finanzielle Förderung durch das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit
(Wissen schafft Zukunft, 2026, 6.000 Euro) - Finanzielle Förderung durch Programme der Universität Trier
- Teaching Incentive Fund (TIF), 2024-2025, 10.500 Euro
- Großgerätemittelförderung (WAPII), 2025, 3.437,41 Euro
Öffentlichkeitsarbeit & Publikationen
- Auf der internationalen FDdB-Tagung 2025 an der Universität Innsbruck hat Herr Kopp den entwickelten eDNA-Metabarcoding-Workflow erstmals in einem Vortrag der Öffentlichkeit (Fachcommunity) vorgestellt.
Ansprechperson
Jürgen Kopp (koppjuni-trierde)
Weitere beteiligte Personen