Datenbank Postcolonial und Gender Studies - An Open Archive of Cultural Differences

Die Datenbank bietet eine Plattform für die interdisziplinäre Zusammenarbeit in den Bereichen Postcolonial- und Gender-Studies. Archiviert werden Bilder und Objekte, Quellentexte und Forschungsliteratur, die als Teil des kulturellen Gedächtnisses über nationale, ethnische und geschlechtliche Identitätsbildung Auskunft geben. Einbezogen werden auch soziale Praktiken und performative Kulturtechniken. Von besonderem Interesse ist die Analyse der Schnittstellen von kulturellen und genderspezifischen Konstruktionen, deren Komplexität im Zeitalter der Globalisierung an Brisanz gewinnt.

Das offene Archiv erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, vielmehr sollen Arbeitsfelder skizziert werden, um vorherrschende Kanones zu hinterfragen und zu relativieren. Das heißt, es geht nicht nur darum, dominante Stereotype aufzudecken, sondern kulturelle Gegendiskurse neu zu verhandeln und zu entwickeln.

Die Materialien und Debatten aus diesen Bereichen werden im Rahmen der Datenbank als work in progress zur Verfügung und zur Diskussion gestellt. In diesem Zusammenhang sind kritische Kommentare, Ergänzungen und Anregungen hochwillkommen. Ziel der Initiative ist es, durch eine fächerübergreifende und internationale Vernetzung den wissenschaftlichen Austausch innerhalb der Forschungsfelder zu verbessern.

Größere Themenfelder können unter den folgenden Schlagworten zusammenhängend aufgerufen werden:

  • Diversität
  • Orientalismus
  • Exotismus
  • Primitivismus
  • Geschlecht
  • Ethnizität
  • Kolonialismus 
  • Sklaverei

 

Die Datenbank ist aus folgenden DFG-Forschungszusammenhängen hervorgegangen:

  • DFG-Projekt "Das Subjekt und die Anderen"(1997-2000)
  • Graduiertenkolleg "Identität und Differenz. Geschlechterkonstruktion und Interkulturalität 18.-21. Jahrhundert" (2000-2006)
  • Graduiertenkolleg "Sklaverei – Knechtschaft und Frondienst – Zwangsarbeit. Unfreie Arbeits- und Lebensformen von der Antike bis zum 20. Jahrhundert" (seit 2003) 

 

Die Datenbank wird an der Universität Trier von Prof. Dr. Viktoria Schmidt-Linsenhoff, Jun.-Prof. Dr. Alexandra Karentzos und Irina Hiebert Grun betreut.

Anfragen und Anregungen bitte an: cepoguni-trierde