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Einführung in die Psychologie des islamistischen Extremismus

Typ:
Veranstaltung von Fachschaften / ASTA / AFAT
Termine:
Am 19.05.2017 von 18:00 bis 20:00
Ort:
Universität Trier
Gebäude:
Campus 1 - Gebäude B
Raumnummer:
B22

Vortrag und Diskussion | Freitag, 19. Mai 2017, 18 Uhr | Uni Trier, B22 | mit Simon D. Isemann
zum FB-Event: https://www.facebook.com/events/910219515784766/

In seinem 1996 erschienen Werk The Clash of Civilizations prophezeite Samuel Huntington Kulturkonflikte als die drängende politische Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Gut 25 Jahre später stellen islamistische Terrorgruppen wie Al-Qaida, Boko Haram und der Islamische Staat die westliche Welt vor gesellschaftliche Probleme. Aufgrund des starken öffentlichen Interesses einerseits und fehlender empirischer Forschung andererseits wurden für islamistische Terroranschläge, wie etwa die Anschläge von Paris oder Berlin, übereilt monokausale Erklärungsansätze durch die Medien verbreitet. Viele dieser Ansätze sind wissenschaftlich nicht haltbar, bestimmten die öffentliche und politische Diskussion aber bis heute. Der Vortrag möchte diesbezüglich aufklären und unter anderem darlegen, warum Islamismus eben nicht aus Religiosität entsteht und Selbstmordattentäter in der Regel psychisch gesunde Menschen darstellen.

Simon D. Isemann ist Diplom-Psychologe und Dozent im Bereich der Sozialpsychologie an der Universität Trier.