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Ausstellungseröffnung „Lesbisch, jüdisch, schwul“ sowie [unsichtbar, verfolgt, anders?!] (vhs trier, Domfreihof)

Typ:
Ausstellung
Termine:
Am 21.01.2019 von 08:00 bis 18:00
Am 22.01.2019 von 08:00 bis 18:00
Am 23.01.2019 von 08:00 bis 18:00
Am 24.01.2019 von 08:00 bis 18:00
Am 25.01.2019 von 08:00 bis 18:00
Am 26.01.2019 von 08:00 bis 18:00
Am 28.01.2019 von 08:00 bis 18:00
Am 29.01.2019 von 08:00 bis 18:00
Am 30.01.2019 von 08:00 bis 18:00
Am 31.01.2019 von 08:00 bis 18:00
Am 01.02.2019 von 08:00 bis 18:00
Am 02.02.2019 von 08:00 bis 18:00
Am 04.02.2019 von 08:00 bis 18:00
Am 05.02.2019 von 08:00 bis 18:00
Am 06.02.2019 von 08:00 bis 18:00
Am 07.02.2019 von 08:00 bis 18:00
Am 08.02.2019 von 08:00 bis 18:00
Am 09.02.2019 von 08:00 bis 18:00
Ort:
Keine Angabe

Zum Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus 27. Januar zeigen wir zusammen mit VHS, ESG, KHG und SchmitZ zwei Ausstellungen zur Verfolgung von Homosexuellen während der NS-Zeit und danach. Im Rahmenprogramm vom 8.1. – 9.2.2019 finden 5 Veranstaltungen statt.

In Trier wurden in den letzten Jahren bereits ein paar Stolpersteine für Homosexuelle verlegt. Jedoch ist das Thema auch weit über die NS-Zeit hinaus aktuell. Durch den Strafparagrafen 175, der männliche Homosexualität von 1871-1994 unter Strafe stellt, wurden auch in der Nachkriegszeit viele homosexuelle und bisexuelle Männer verfolgt, verhaftet und stigmatisiert. Auch lesbische und bisexuelle Frauen wurden durch andere Stigmatisierungs- und Ausgrenzungsmechanismen öffentlich bloßgestellt, verhaftete und deportiert.

Wir laden Sie herzlich zu allen Veranstaltungen rund um den Gedenktag ein. Es erwartete sie ein abwechslungsreiches Programm:

08.01.2019: 19.00-21.00 Uhr in der VHS Trier: Ausstellungseröffnung „Lesbisch, jüdisch, schwul“ sowie [unsichtbar, verfolgt, anders?!]. Verfolgung und Diskriminierung von Homosexuellen unter dem § 175 von 1900 bis 1960 mit einem lokalen Bezug zur Region Trier.

18.01.2019: 20.00 Uhr in der TUFA Trier, großer Saal: Theater- und Lesung zu „120 Geburtstag von Getrud Schloss“

25.01.2019 20.00 Uhr im SCHMIT-Z e.V.: Queer gefilmt „Bent“ (1998)

27.01.2019 15.00 Uhr Treffpunkt Trier-Süd, Bahnhof: Stolperstein Rundgang mit anschließender Einkehr im SCHMIT-Z Café

28.01.2019 19.00 Uhr in der VHS Trier Vortrag „Verfolgung unter §175 – ein historischer Überblick“

Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit der Volksschule Trier, der Arbeitsgemeinschaft Frieden, dem SCHMIT-Z e.V., und dem Trierer Archiv für Geschlechterforschung und Digitale Geschichte statt.

Im Rahmen der jährlichen Ausstellung um den 27. Januar (Holocaust-Gedenktag) wird die Verstaltungruppe gemeinsam mit Schmit_z e.V. das Thema "Verfolgung von Schwulen und Lesben im Naziregime" aufgreifen. Anlass ist der 120. Geburtstag der Triererin Gertrud Schloß, die 1942 im Vernichtungslager Chelmno ermordert wurde.

Zur Ausstellung selbst schreibt das "Schwule Mueseum Berlin":
In der Homosexuellenkultur der Zwanzigerjahre gab es viele - heute meist in Vergessenheit geratene - lesbische Jüdinnen und schwule Juden, die in Kunst, Wissenschaft und Literatur ihren Beitrag zur Emanzipation beider Gruppen leisteten.
Magnus Hirschfeld als Gründer der weltweit ersten Homosexuellenorganisation ist hier sicher die herausragende Figur. Felice Schragenheim ist einem breiteren Publikum durch den Film Aimee und Jaguar bekannt geworden. Richard Plants Leben wurde durch das Schwule Museum in einer Ausstellung und Publikation umfangreich gewürdigt, andere Biografien wie die von Alice Ascher oder Walter Boldes sind kaum bekannt und werden in der Ausstellung erstmals einem breiten Publikum vorgestellt.
Die in der Ausstellung vorgestellten Biografien repräsentieren die Erfahrungen des Nationalsozialismus: Exil, Leben im Untergrund, Deportation, Ermordung aber auch Überleben und Wirken in der Nachkriegszeit. Sie repräsentieren die gesamte Bandbreite jüdischer aber auch homosexueller Verfolgungserfahrungen im Nationalsozialismus und liefern vertiefte Erkenntnisse über das Schicksal der Doppelstigmatisierung.
Die eigens für die Ausstellung recherchierten 24 Biografien werden auf Tafeln präsentiert.