Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus ganz Deutschland und der Großregion waren zur Konferenz eingeladen.

Promovierende vernetzen sich über Fächergrenzen

Bei der 1. Interdisziplinären Graduiertenkonferenz an der Universität Trier haben Nachwuchswissenschaftler gezeigt, wie vielfältig Forschung sein kann.

Seit Juni promoviert Lennard Schmidt an der Universität Trier zu dem Thema Antisemitismus der „Neuen Linken“. Der Historiker war schon auf vielen Tagungen und hat dabei die Erfahrung gemacht, dass man als Nachwuchswissenschaftler dort manchmal gar nicht so wahrgenommen wird. „Mit gefällt an der Interdisziplinären Graduiertenkonferenz sehr gut, dass man sich mit anderen Promovierenden austauschen kann, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen, wie man selbst“, sagt Schmidt. Zudem sei es gerade in seinem Forschungsfeld wichtig, dass man den Blick über die eigene Fachgrenze hinweg wirft. „Antisemitismus muss multiperspektivisch erschlossen werden.“

Eine Doktorarbeit in 15 Minuten: Historiker Lennard Schmidt sprach über Antisemitismus der "Neuen Linken".
Beim Science Speed Dating, Posterpräsentation oder in der Kaffeepause gab es Gelegenheit zum Austausch
Camilla Haake und Natalie Tröller von der Hochschulgruppe DocColloq haben die Konferenz organisiert.

Knapp 20 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler haben an der Tagung teilgenommen, die die Hochschulgruppe der Universität Trier DocColloq organisiert hatte. Nicht nur Promovierende der Universität Trier sondern auch von allen anderen deutschen Hochschulen und den Universitäten der Großregion waren eingeladen. In 15-minütigen Kurzvorträgen präsentierten Promovierende ihre Doktorarbeiten beispielsweise aus Psychologie, Wirtschaft oder Design. Bei einer Posterschau wurden weitere spannende Forschungsthemen, unter anderem aus Japanologie und Germanistik, präsentiert. Als Konferenzteilnehmer staunte man über die Vielfalt universitärer Forschung, mit welchen Methoden die Promovierenden an die verschiedenen Themenstellungen herangehen und vor allem auch mit wie viel Leidenschaft geforscht wird.

TriGUT – Konferenz-Fördertopf für Nachwuchswissenschaftler

„Wir freuen uns, wie gut die Konferenz angenommen wurde“, zogen die beiden Organisatorinnen, Politikwissenschaftlerin Natalie Tröller und Rechtswissenschaftlerin Camilla Haake, Bilanz. Gefördert wurde die Tagung durch das Programm TriGUT des Graduiertenzentrums der Universität Trier. Zweimal im Jahr können Postgraduierte und Postdocs aus diesem Fördertopf Gelder für selbst organisierte Konferenzen und Tagungen beantragen.

Durch die Förderung konnte DocColloq unter anderem Dr. Marlies Klamt einladen. Sie betreibt den Blog und Podcast „Glücklich promovieren“ und redete in ihrem Vortrag über die Herausforderungen beim Promovieren wohl vielen Anwesenden aus der Seele. Auf dem Programm der Konferenz stand darüber hinaus auch ein Science Speed Dating, bei dem Kontakte geknüpft werden konnten.

Regelmäßiges fächerübergreifendes Kolloquium von Doktoranden

„Wir wollen als Hochschulgruppe DocColloq nächstes Jahr auf jeden Fall wieder eine Interdisziplinäre Graduiertenkonferenz durchführen“, sagt Natalie Tröller. Wer zu der Hochschulgruppe dazustoßen möchte, muss aber nicht so lange warten: Bereits am 13. Dezember organisiert die Gruppe ein Interdisziplinäres Doktorandenkolloquium, bei dem auch Promotionsprojekte vorgestellt werden können.

Kontakt

Hochschulgruppe DocColloq
Mail: troelleruni-trierde
Mail: haakecuni-trierde
www.doccolloq.uni-trier.de