Daumen hoch für die Uni Trier: Die Studierenden der Georgetown University mit Universitätspräsident Prof. Michael Jäckel.

Trier & Georgetown: Von der langen Freundschaft zweier Universitäten

Wenn man Eric fragt, was ihm besonders an der Uni Trier gefällt, muss er nicht lange überlegen: „Die Mensa ist fantastisch und auch sehr preiswert“, sagt er in fast perfektem Deutsch. Der junge Amerikaner mit deutschen Großeltern ist einer von 25 Studierenden der Georgetown University, die aktuell für fünf Wochen zur Summer School an die Mosel gekommen sind, um Deutsch zu pauken. Es ist bereits der 47. Austausch dieser Art. Die Verbindungen sind eng: Regelmäßig verbringen auch Trierer Studierende ein Semester an der Partner-Universität im US-Bundesstaat Washington DC.

Viele der amerikanischen Studierenden sind das erste Mal in Deutschland, weiß Mary Helen Dupree, Summer-School-Koordinatorin der Georgetown University. „Wir wollen Deutsch lernen und etwas von der Kultur“ lautet das gemeinsame Credo der Studierenden auf die Frage, warum sie nach Deutschland gekommen sind. So steht bis Ende Juni einiges auf dem Besichtigungsprogramm. Neben der Burg Eltz und der Stadt Luxemburg nehmen die Studierenden beispielsweise auch am Sommerfest der Uni teil und besuchen das Trierer Altstadtfest.

Alte Geschichte und moderne Universität

Auch Universitätspräsident Professor Michael Jäckel hatte die Delegation zum gemeinsamen Gespräch eingeladen und berichtete unter anderem über den Uni-Weinberg und den Nachbau eines römischen Schiffes durch Forscher der Uni Trier. Außerdem zeigte er den Studierenden von der Dachterrasse des Verwaltungsgebäudes den Campus I und II der Uni Trier. „Alles ist hier so modern“, meinte eine Gruppe von Studierenden, und schoss gleich ein Selfie. Wo man denn Fußballspielen könne, fragte einer der Studierenden den Präsidenten, der sogleich versprach, sich um einen Platz zum Kicken zu kümmern. Gastfreundschaft werde an der Universität Trier großgeschrieben, so Jäckel. Immerhin hat die Universität einen Anteil von circa zwölf Prozent an internationalen Studierenden, die ein Semester oder mehr in Trier verbringen.


Damit auch wirklich intensiv Deutsch gelernt wird, haben sich die Studierenden der Georgetown University in einem Gelübde dazu verpflichtet, während ihrer Zeit in Trier nur Deutsch zu sprechen. Besonders der Aufenthalt in Gastfamilien hilft dabei. Einige wenige Studierende haben daheim an der Georgetown University Deutsch als Hauptfach gewählt. Der Großteil studiert Internationale Beziehungen oder Politikwissenschaften –  ein paar „Exoten“ auch Medizin oder Theologie. Ihre Motivation fürs Deutschlernen zeigt sich unter anderem daran, dass die meisten die Summer School selbst finanzieren. So wird alles Neue gleich aufgesogen: Neben Sprudel und Cola gibt es beim Empfang des Präsidenten auch Apfelsaftschorle zu trinken. „Das ist sparkling“, erklärt einer der Studierenden den Kommilitonen. Ganz international heißt es dann: „cheers“.

Informationen über die Georgetown University

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