Nicht nur geforscht wurde bei der "Summer School on Social Network Analysis", vielmehr wurden auch Netzwerke gebildet. Foto: Sheila Dolman

Wer ist mit wem vernetzt?

Bei der 12. Auflage der Trierer Summer School zur Sozialen Netzwerkforschung haben sich eine Woche lang 40 Teilnehmer mit Netzwerken in Theorie und Praxis beschäftigt.

„Wir haben bei der Trierer Summer School quasi ein Netzwerk der Netzwerkforschung gebildet: Viele Bekanntschaften wurden geschlossen“, sagen Matthias Köberlein und Anett Schmitz, zwei der Organisatoren. Das Besondere an der Trierer Summer School war auch bei der 12. Auflage wieder das Zusammenkommen von verschiedenen Perspektiven: 40 internationale Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der historischen oder sprach-, sozial- und erziehungswissenschaftlichen Forschung oder sogar aus dem Bereich der Bekämpfung von Kriminalität und Terror kamen zusammen.

Im Rahmen eines einwöchigen Intensivangebots bot die Trierer "Summer School on Social Network Analysis" eine umfassende Einführung in die theoretischen Konzepte, Methoden und Anwendungen der Sozialen Netzwerkanalyse. Die Veranstaltung richtete sich an Nachwuchswissenschaftler/innen und Studierende aller geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Fächer, die sich mit der Analyse sozialer Strukturen beschäftigen und Einblick in die Methoden der Sozialen Netzwerkanalyse (SNA) nehmen wollten.

Visualisierung sozialer Netzwerke und Programmiersprache lernen

Ziel war es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Lage zu versetzen, eigenständig ein netzwerkanalytisches Forschungsdesign zu entwickeln, Netzwerkdaten zu erheben und diese zu analysieren. Die Veranstaltung vermittelte eine solide Basis für einen erfolgreichen Start in die Netzwerkforschung.

Neben der Geschichte und Theorie der Netzwerkanalyse wurden im Rahmen der Summer School auch unterschiedliche statistische Netzwerkmodelle und unterschiedliche Formen der Erhebung und Visualisierung sozialer Netzwerke sowie Workshops zu gängiger Software der Forschungsmethode angeboten. Dazu zählen die Programmiersprache R sowie die Programme Pajek, Gephi und die in Trier entwickelte Visualisierungssoftware VennMaker (www.vennmaker.com). Aber auch auf Papier und Bleistift kann Netzwerkforschung gelingen, wie die Einführung in die Methode NetMap zeigte. Während der Summer School hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch die Möglichkeit in persönlichen Gesprächen mit dem Dozententeam oder im Rahmen einer Forschungsberatung konkrete Lösungen für ihre Forschungsfragen zu erarbeiten.

Summer School Social Network Analysis
Netzwerkforscher Andreas Herz (Universität Hildesheim) führt durch das Programm. Foto: Sheila Dolman

Ideales Umfeld

Die Teilnehmer und Dozenten lobten auch die Organisation der Veranstaltung. Andreas Herz (Universität Hildesheim): „Trier ist für die Summer School ideal, weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier vor Ort viel Erfahrung mit der Organisation haben. Dazu kommt, dass die Campus-Uni in der kleinen Großstadt ein ideales Umfeld zum Vernetzen untereinander darstellt.“ Aber auch der Trierer Uni-Campus mit seiner bereits 12-jährigen Organisationserfahrung mit der Summer School wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr geschätzt.

Die Veranstaltung wurde organisiert von der Professur der Ethnologie an der Universität Trier. Die wissenschaftliche Leitung der Summer School obliegt Prof. Dr. Michael Schönhuth. Die Koordination und organisatorische Leitung der Summer School hat Dr. Anett Schmitz, unterstützt durch Lisa Braune, Myriam Demuth, Matthias Köberlein, David Teiner und Felix Werling. Die Leitung über das Dozenten-Team hatte Dr. Andreas Herz (Universität Hildesheim).

Für nächstes Jahr ist eine Wiederauflage geplant.

► Mehr Infos zur Summer School on Social Network Analysis

Kontakt

Dr. Anett Schmitz
Etnologie
E-Mail: infosna-summerschoolde
Tel.: 0651 201-2695