Schülerforschungspreis Universität Trier Celina Lehnertz
Mit ihrer historischen Facharbeit zur Entwicklung des Weinbaus an der Mittelmosel belegte Celina Lehnertz den ersten Platz des Schülerforschungspreises.

Universität Trier zeichnet Schülerin aus

Celina Lehnertz vom Angela-Merici-Gymnasium aus Föhren hat für ihre historische Facharbeit den Schülerforschungspreis erhalten.

Bereits zum zweiten Mal kürte ein Jurorenteam der Universität Trier unter Leitung von Prof. Dr. Matthias Busch und Prof. Dr. Leif O. Mönter die besten Facharbeiten und Besonderen Lernleistungen rheinland-pfälzischer Schülerinnen und Schüler in den Fächern Erdkunde, Geschichte und Sozialkunde. Diesjährige Preisträgerin des Trierer Schülerforschungspreises für die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer ist Celina Lehnertz, Schülerin des Angela-Merici-Gymnasiums aus Föhren, die in ihrer historischen Facharbeit die Entwicklung des Weinbaus an der Mittelmosel rekonstruiert hat.

„Mit dem Wettbewerb war es uns auch in diesem Jahr ein besonderes Anliegen, die persönliche Motivation sowie das Durchhaltevermögen der Schülerinnen und Schüler angemessen zu würdigen, die parallel zu ihrer Vorbereitung auf das Abitur freiwillig eine eigenständige Forschungsarbeit verfasst haben“, erläutert Matthias Busch, Professor für die Didaktik der Gesellschaftswissenschaften, die Initiierung der Ausschreibung.

Von A wie ‚Alternative Energien‘ bis Z wie ‚europäische Zukunftsgestaltung‘

„Ich bin begeistert!“, kommentierte Bastian Nilles die Präsentationen der Schülerinnen und Schüler, der stellvertretend den Arbeitsbereich für Geographie und ihre Didaktik von Leif O. Mönter als Mitinitiator repräsentierte. „Es ist beeindruckend, mit welchem persönlichen Engagement und mit welcher Professionalität die Lernenden ihre hoch aktuellen, oftmals regionalen und gesellschaftlich relevanten Forschungsprojekte präsentiert haben.“ Die Auswirkungen der Windenergie im Westerwald, Revolutionsbewegungen des 20. Jahrhunderts im Heimatort sowie eine Ursachenanalyse der Wahleinbußen der CSU im Freistaat Bayern sind nur einige Themen, die die Vielfalt der eingereichten Arbeiten verdeutlichen.

Gruppenfoto Schülerforschungspreis Universität Trier
Im Rahmen eines Kolloquiums an der Universität Trier haben die Schüler ihre Forschungsarbeiten präsentiert.

Neben der Einreichung der schriftlichen Arbeit hatten die Schülerinnen und Schüler am Verleihungstag die Aufgabe, ihre Forschungsprojekte im Rahmen von Vorträgen und Posterpräsentationen den Juroren und Gästen vorzustellen. „Die Präsentation und Diskussion der eigenen Forschungsergebnisse ist ebenso wie die Publikation ein wichtiger Bestandteil wissenschaftlicher Forschungsarbeit“, erklärt Janka Mittermüller, Projektkoordinatorin und Organisatorin der Veranstaltung. „Als Nachwuchsforscher erhalten die Schülerinnen und Schüler hiermit die Chance, mit einem interessierten Publikum über ihre äußerst spannende Arbeit ins Gespräch zu kommen, die überwiegend in der Freizeit vorangetrieben wird.“

Schloss Föhren als Ausgangspunkt für eigenständige historische Archivarbeit

Preisträgerin Celina Lehnertz rekonstruierte in ihrer historischen Facharbeit das Wirken des Adelsgeschlechts von Kesselstatt im Weinbau an Mosel-Saar-Ruwer im 19. Jahrhundert. „Das Bemerkenswerte an Frau Lehnertz Forschungsleistung ist zum einen die eigenständige Auswertung von Archivalien, die überwiegend in Sütterlinschrift vorlagen, sowie die selbst erstellten und fachlich korrekt ausgewerteten Statistiken“, erläutert Historiker Dr. Simon Karstens das abschließende Urteil der Jury.

Neben dem Trierer Schülerforschungspreis, der vom Freundeskreis Trierer Universität e.V. großzügig unterstützt wird, haben Schülerinnen und Schüler der Großregion am Arbeitsbereich Didaktik der Gesellschaftswissenschaften auch anderweitig die Möglichkeit, Einblicke in sozialwissenschaftliches Arbeiten zu erhalten. So können in regelmäßig angebotenen Projekttagen und Forschungswerkstätten Schulklassen eigene Forschungsvorhaben entwickeln oder bei eigenen Forschungsprojekten Unterstützung erhalten.

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Kontakt

Prof. Dr. Matthias Busch
Fachdidaktik Gesellschaftswissenschaften
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