Japanologie-Professor Andreas Regelsberger und Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel (Zweiter und Dritter von rechts) trafen Mutsuko Ayanos Mutter (Dritte von links) an der Universität Okayama.

Bewegende Begegnung mit Mutsuko Ayanos Mutter

Präsident Prof. Dr. Michael Jäckel hat mit der Partneruniversität Okayama vereinbart, die Zusammenarbeit zu vertiefen. Unverhofft kam es zu einem ergreifenden Treffen.

Das Fach Japanologie und der Fachteil Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (DaF) der Universität Trier pflegen bereits einen regen Austausch mit Kollegen der Universität Okayama. Bei dem Besuch in Okayama zeigte die japanische Partneruniversität Interesse an weiteren Themenfeldern, etwa am jährlich stattfindenden internationalen Ferienkurs in Trier, aber auch an der Pflegewissenschaft und am Thema Nachhaltigkeit.

Für die Gäste aus Trier kam es überraschend zu einer vom Präsidenten der Universität Okayama arrangierten Begegnung mit der Mutter der 1983 als Austauschstudentin in Trier ermordeten Mutsuko Ayano. In dem sehr bewegenden Gespräch berichtete Präsident Jäckel Frau Ayano von der an der Universität nach wie vor aktiv gelebten Erinnerung, die von Trierer Bürgern mitgetragen werde. Im vergangenen Jahr hatten die Universität und das Fach Japanologie aus Anlass des 35. Todestages am Gedenkstein für Mutsuko Ayano zu einem gemeinsamen Erinnern eingeladen. Bis heute löse das tragische Ereignis an der Universität und in der Stadt Trauer, Bestürzung und Verständnislosigkeit aus.

Unter dem Namen ihrer Tochter hatten Mutsuko Ayanos Eltern eine Stiftung zur Förderung des Austauschs von Studierenden aus beiden Ländern eingerichtet. Präsident Jäckel konnte Frau Ayano mitteilen, dass dank dieser Stiftung inzwischen mehrere hundert Studierende vom deutsch-japanischen Austausch profitiert haben. „Ich habe Frau Ayano unseren großen Dank für die gemeinsame Erinnerungsarbeit ausgesprochen, die durch die Stiftung zugleich der Zukunft zugewandt und somit etwas ganz Besonderes ist“, so Jäckel.

Mutsuko Ayanos Briefe

Briefe, die Mutsuko Ayano an ihre Eltern geschrieben hatte, wurden zusammengestellt und publiziert. Das Buch kann per Mail (freundeskreisuni-trierde) beim Freundeskreis Trierer Universität bestellt werden.