In sieben Semestern erreichen die Studierenden des neuen Studiengangs den Bachelorabschluss sowie dem staatlich geprüften Abschluss zur Pflegefachfrau oder Pflegefachmann.

Universität Trier treibt Akademisierung der Pflege voran

Ein neu gestalteter Studiengang Klinische Pflege an der Universität Trier bildet dringend benötigte Fachkräfte aus. Die Bewerbungsphase hat begonnen.

Der bisherige duale Bachelorstudiengang der Pflegewissenschaft wird wegen der neuen rechtlichen Bestimmungen an der Universität Trier umgestellt. Zum Wintersemester 2020/21 startet der neue Studiengang Klinische Pflege, den die Lehrenden mit ihren Erfahrungen aus dem Modell-Studiengang angereichert haben. Studierende hatten die Belastung von Schichtdienstarbeit während der Berufsausbildung und gleichzeitigem Studium als sehr hoch wahrgenommen. Nun werden Studierende in sieben Semestern ein Vollstudium an der Universität Trier mit Berufspraktika absolvieren. Auch den neuen Studiengang schließen Absolventinnen und Absolventen mit einem Bachelorabschluss sowie dem staatlich geprüften Abschluss zur Pflegefachfrau oder Pflegefachmann ab.

Die Professorinnen der Pflegewissenschaft Dr. Margit Haas und Dr. Heike Spaderna nutzten die Gelegenheit, den Bachelorstudiengang um Inhalte zu erweitern und Kooperationen auszubauen. „Weil die Menschen in unserer Gesellschaft älter und Krankheitsverläufe komplexer werden, ist der neue Studiengang generalistisch ausgerichtet. Das ermöglicht eine umfassende pflegerische Versorgung von Menschen aller Altersgruppen“, beschreibt Haas eine der Stärken des neuen Studiengangs. Außerdem sind neue Kooperationspartner wie Altenheime zu den bestehenden Partnerschaften mit Kliniken für die Berufspraktika hinzugekommen.

Einzigartiges Studienangebot in Rheinland-Pfalz

Dass die umfassende und wissenschaftlich qualifizierte Ausbildung von Pflegekräften wichtig ist, sei in der Corona-Krise deutlich geworden, so Spaderna: „Unser Studierenden haben den akademischen Background. Sie können in der Berufspraxis, wie bei der Pflege von Covid-19 Patienten, neue wissenschaftliche Erkenntnisse verstehen und umsetzen, sowie an der Forschung rund um die Krankheit mitwirken.“

Das Studienangebot und dessen Weiterentwicklung unterstützt auch die Landesregierung Rheinland-Pfalz. Sie möchte Trier als Gesundheitsstandort ausbauen und finanziert seit 2019 fünf Professuren. Deswegen besetzt die Universität Trier in den kommenden Semestern drei weitere, neue Professuren. Mit den zusätzlichen Kapazitäten wollen Haas und Spaderna auch das Studienangebot erweitern. Für bereits berufstätige Pflegekräfte soll dann das Studium ebenfalls möglich und attraktiv werden. Bislang bietet die Universität Trier den einzigen Masterstudiengang „Interprofessionelle Gesundheitsversorgung“ im Bereich Pflegewissenschaft in Rheinland-Pfalz an, der auf ein Bachelorstudium folgt. Der Master lässt sich auch schon jetzt berufsbegleitend studieren.

Pflegewissenschaft der Universität Trier wächst

„Wir wollen als Universität Trier die Teilakademisierung der Pflege in Rheinland-Pfalz weiter vorantreiben. Wir freuen uns auf einen neuen Jahrgang mit engagierten und motivierten Studieninteressierten, die die Zukunft der Pflege mitgestalten wollen“, erklärt Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel die starken Bemühungen der Universität Trier um die wachsende Wissenschaftsdisziplin. Seit 12. Mai kann man sich an der Universität Trier für den neuen Bachelor- oder für den Masterstudiengang einschreiben.

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