Dr. Birgit Messerig-Funk und Dr. Lothar Müller wurden zu Sprechern des Rates des Mittelbaus gewählt.

Neue Vertretung für die Anliegen des Mittelbaus

Dr. Birgit Messerig-Funk und Dr. Lothar Müller sehen die wissenschaftlichen Mitarbeiter mit andauernden und aktuellen Herausforderungen konfrontiert.

Etwa 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden den sogenannten akademischen Mittelbau der Universität Trier. Sie arbeiten in Forschung und Lehre oder in zentralen Einrichtungen. Die Interessen dieser Gruppe vertritt der Rat des Mittelbaus, der sich gerade neu konstituiert hat.

Dr. Birgit Messerig-Funk (Volkswirtschaftslehre) und Dr. Lothar Müller (Bildungswissenschaften) wurden zu Sprechern gewählt, Dr. Tobias Kranz (Volkswirtschaftslehre) zum Stellvertreter. Dieses Team will den vielfältigen Anliegen der Kolleginnen und Kollegen in den Gremien der Universität Gehör verschaffen. „Uns ist es wichtig, mit dem Rat des Mittelbaus ein Forum für einen offenen Austausch zu schaffen, die Statusgruppe gut zu vertreten und zu informieren“, bringen Dr. Birgit Messerig-Funk und Dr. Lothar Müller ihre Ambitionen auf den Punkt.

Einige Aufgaben und Herausforderungen für das neue Sprecherteam stehen bereits seit Jahren auf der Agenda. Dazu zählen unter anderem die mit der Hochschulfinanzierung zusammenhängenden Stellenbefristungen, Stellensperren, Arbeitsbedingungen des Mittelbaus, Gleichstellung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dr. Birgit Messerig-Funk und Dr. Lothar Müller wollen sich dafür einsetzen, den Anteil unbefristeter Stellen zu erhöhen. „Durch die Unwägbarkeiten von befristeten Beschäftigungsverhältnissen verlieren wir viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an unserer Universität gute Arbeit leisten.“ Die Berechtigung von Befristungen im Bereich klassischer Qualifikationsstellen wird dagegen nicht infrage gestellt. „Wir streben eine bessere Balance von verfestigten Stellen und befristeten Qualifikationsstellen an“, so das Sprecherteam.

Wegen des hohen Anteils von jungen Nachwuchswissenschaftlern ist der Mittelbau von der Problematik, Familiengründung und Berufsstart in Einklang zu bringen, besonders stark betroffen. Auch in dieser Angelegenheit wollen sich die Sprecher des Rates lösungsorientiert engagieren.

Zusätzlich zu diesen Langzeit-Baustellen hat die Corona-Pandemie die gesamte Universität, aber auch den Mittelbau vor unerwartete, außergewöhnliche Herausforderungen gestellt. Innerhalb kurzer Zeit ist es dank eines arbeitsintensiven Engagements gelungen, die Lehre weitgehend vom Seminarraum ins Netz zu verlegen. Insbesondere ist dies ein Verdienst des akademischen Mittelbaus, dessen Mitglieder - Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Qualifikationsphase, Lehrpersonen für besondere Aufgaben sowie angestellte oder verbeamtete wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - traditionell einen Großteil der Lehre schultern und daher besonders belastet wurden.

Zudem verstärkt die Pandemie die Zukunftsängste von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern, deren Stellen an Projekte gebunden sind, die durch Corona ausgebremst wurden. Diese Problematik und die weitere Entwicklung will der Rat des Mittelbaus beobachten und begleiten.

Das gilt auch für die Umsetzung der Novelle des Hochschulgesetzes. Die darin vorgesehene weitgehende Abschaffung der Anwesenheitspflicht in Seminaren wird kritisch gesehen und als Abwertung der Lehre verstanden. „Das angestrebte Nebeneinander von Präsenzlehre und E-Learning scheint aus dem Gleichgewicht zu geraten. Kompetenzorientierung mit Hilfe aufeinander aufbauender Seminarkonzepte und aktivierender Lehrkonzepte wird erschwert“, kritisieren die Mittelbau-Sprecher.

„Mit Blick auf diese Herausforderungen halten wir eine konstruktive Vertretung der Anliegen des Mittelbaus gerade jetzt für eine wichtige Aufgabe. Dabei wollen wir im Austausch mit den Entscheidungsebenen und in den Gremien zu gemeinsamen Lösungen kommen“, bekräftigen Dr. Birgit Messerig-Funk und Dr. Lothar Müller.

► Weitere Informationen

Kontakt

Dr. Birgit Messerig-Funk
Mail: messeriguni-trierde
Tel. +49 651 201-2737

Dr. Lothar Müller
Mail: muellerLuni-trierde
Tel. +49 651 201-2391