Interdisziplinäre Vorlesungsreihe: "Afrika - Ein Kontinent der Widersprüche?"

Afrika, das ist ein Kontinent der Widersprüche, der extremsten Armut, der Migration von Afrika nach Europa, der fortdauernden politischen und sozialen Probleme, die aufgrund ihrer Machtstrukturen und Glaubenssysteme oft in Gewalt ausarten. Eine Vorlesungsreihe an der Universität Trier mit dem Titel "Afrika - Ein Kontinent der Widersprüche?" wird in diesem Wintersemester mit 13 Vorträgen zu verschiedenen Themenbereichen dieses großen Kontinents informieren.

924 Millionen Menschen, 2,4 Prozent Bevölkerungswachstumsrate pro Jahr, 5,2 Kinder pro Frau, Bevölkerungsprojektion für 2050: 1.845 Millionen, Anteil der HIV-infizierten Erwachsenen: 6,6 Prozent, das sind nur einige Eckdaten zu Afrika.

Die interdisziplinäre Vorlesungsreihe soll einen weiten thematischen Bogen spannen von der regionalen und lokalen Betrachtung einzelner Gebiete, wie dem Horn von Afrika oder dem größten Slum des Kontinents "Kibera", bis hin zu Themen die alle afrikanischen Länder betreffen. So wird zum Beispiel die Verkehrsstruktur der Megastädte und des ländlichen Raums, die Bedeutung von Migration von Afrika nach Europa oder die neue Dynamik in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit durch die neuen Akteure China und Indien in einzelnen Vorträgen beleuchtet.

Afrikaexperten aus Wissenschaft und Praxis kommen zu Wort. Die Referenten kennen die Situation vor Ort sehr gut und werden in ihren Vorträgen nicht nur die vorhandenen Probleme, sondern auch die Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen. Insgesamt sollen die Vorträge zu einem kritischen und konstruktiven Dialog einladen.

Alle Vorträge finden donnerstags von 14:00 bis 16:00 Uhr in K 101 (Campus II, ehemalige Kapelle) statt. Das komplette Programm und weitere Informationen stehen im Internet: www.raumentwicklung.de

Die Koordination der Vorlesungsreihe hat Dr. Johannes Michael Nebe von der Universität Trier. Veranstalter ist das Fach Angewandte Geographie - "Raumentwicklung/Landesplanung" in Kooperation mit dem BMZ, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik, GTZ, Jos Hansen & Söhne GmbH, sowie den Universitäten von Aachen, Bayreuth, Mainz und Trier.