22.11.2016 - 15:45

Aktuelle Studie: FinTech-Markt boomt

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Forscher der Universitäten Trier und Regensburg legen Studie vor

In Deutschland haben Start-ups in der Finanzbranche eine rasante Entwicklung genommen - und sie werden weiter boomen. 2,2 Milliarden Euro betrug das Gesamtmarktvolumen der in Deutschland tätigen Finanztechnologie-Unternehmen (FinTech) im vergangenen Jahr alleine in den Segmenten Finanzierung und Vermögensmanagement. Innerhalb von 20 Jahren könnte das Marktvolumen der gesamten deutschen FinTech-Branche auf 148 Milliarden Euro wachsen. Zu dieser Prognose kommen Prof. Dr. Gregor Dorfleitner von der Universität Regensburg und Jun.-Prof. Dr. Lars Hornuf von der Universität Trier in einer Studie im Auftrag des Bundesfinanzministeriums. Die Ergebnisse werden heute in Berlin bei der „hub conference“ vor mehr als 2600 Teilnehmern vorgestellt.

Für die etablierte Finanzbranche sind die jungen Unternehmen, die für bessere Sparkonditionen, unkomplizierten Zahlungsverkehr und moderne Technologien stehen, eine ernst zu nehmende Konkurrenz. Das etablierte Finanzsystem bringen sie zwar noch nicht ins Wanken, dafür ist der Anteil im Vergleich zur herkömmlichen Finanzwirtschaft zu gering. „Sollte das dynamische Wachstum der FinTech-Branche weiter anhalten und das sehr große Wachstumspotenzial ausgeschöpft werden, könnten sich jedoch systemische Risiken entwickeln“, folgern die Forscher aus den Ergebnissen und Prognosen ihrer Studie.
Sie gehen von einem enormen Marktpotenzial für FinTechs aus, das sie für die Segmente Finanzierung und Vermögensmanagement auf aktuell 1,7 Billionen Euro schätzen. Diese Gefahr sieht offensichtlich auch die klassische Finanzwelt. 87 Prozent der in der Studie befragten Banken kooperieren bereits mit einem FinTech-Unternehmen und streben auch zukünftig eine Beteiligung oder Kooperation an.

Mit 346 aktiven Start-Up-Unternehmen ist der FinTech-Markt in Deutschland im europäischen Vergleich hinter Großbritannien der zweitgrößte und hat zuletzt um etwa 150 Prozent jährlich zugelegt. Allerdings ist die weitere Entwicklung des schnelllebigen und dynamischen Bereichs mit vielen Unwägbarkeiten verbunden. Daher beschreibt die Studie nicht nur die vergangenen und aktuellen Trends in der Branche, sondern benennt auch künftige Wachstumsimpulse und Hindernisse.

In der Untersuchung haben Prof. Dr. Gregor Dorfleitner und Jun.-Prof. Dr. Lars Hornuf Daten zu den Marktvolumina deutscher FinTech-Unternehmen für den Zeitraum von 2007 bis 2015 erhoben und eine Prognose für die Marktentwicklung in acht FinTech-Teilsegmenten bis zum Jahr 2035 prognostiziert.


Die Studie ist online abrufbar:
www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Internationales_Finanzmarkt/2016-11-21-Gutachten.html

 

Zum Video der Paneldiskussion mit Staatssekretär Jens Spahn und Jun.-Prof. Lars Hornuf: www.youtube.com/watch?v=heH8hc023Y4

Pressekontakt:
Jun.-Prof. Dr. Lars Hornuf
Universität Trier
Tel. 0651/201-4744
E-mail: hornufiaaeude




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