19.04.2017 - 14:44

22. April: Demonstration für die Wissenschaft

Die Universität Trier solidarisiert sich mit dem „March for Science“. Am 22. April findet zeitgleich mit vielen Städten weltweit auch in Trier eine Kundgebung statt. Es sprechen unter anderem Universitätspräsident Michael Jäckel sowie Prof. Dr. Andrea Möller (Fachbereich VI).

In Zeiten von alternativen Fakten, in denen wissenschaftliche Erkenntnisse zunehmend geleugnet, relativiert oder als lediglich „alternative Tatsachen“ diffamiert werden, wollen Menschen auf der ganzen Welt am 22. April für die Wissenschaft auf die Straße gehen. In Deutschland wird nach derzeitigem Stand in 20 Städten ein „March for Science“ stattfinden, weltweit sollen es rund 400 sein. Trier zeigt um 13 Uhr vor der Porta Nigra Flagge.

Die Teilnehmer der Kundgebungen wollen laut den Initiatoren dafür eintreten, dass wissenschaftliche Erkenntnisse als Grundlage des gesellschaftlichen Diskurses nicht verhandelbar sind. „Alle, denen die deutliche Unterscheidung von gesichertem Wissen und persönlicher Meinung nicht gleichgültig ist, sind eingeladen, sich an der weltweiten Demonstration für den Wert von Forschung und Wissenschaft zu beteiligen“, so die Organisatoren.

„Wissenschaft liefert die empirischen Befunde, die Grundlage für informierte Entscheidungen sind – im Privaten wie in der Politik. Wenn es egal ist, ob Aussagen auf solider Forschung beruhen oder frei erfunden sind, hat das Konsequenzen. Zunächst entzieht das der Wissenschaft ihre Existenzberechtigung – denn wenn `gefühlte Wahrheiten´ ausreichen, braucht man keine Forschung. Aber das Ganze hat überdies Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft. Wenn Entscheidungsträger nicht mehr auf Grundlage der Datenlage, sondern auf der Basis diffuser Gefühle entscheiden, ist das nicht im Interesse der Gesellschaft“, schreiben die Initiatoren auf ihrer Homepage.

Das Phänomen des Postfaktischen und daraus folgende Auseinandersetzungen in den Medien ist für Wissenschaftler der Universität Trier Gegenstand ihre Forschung. So hat Politikwissenschaftler Dr. Markus Linden in der Neuen Zürcher Zeitung einen Beitrag zur Auseinandersetzung zwischen Massenmedien und „alternativen Medien“ im Dunstkreis von Postfaktizismus und Fake News veröffentlicht.

Die Universität Trier solidarisiert sich mit den Intentionen des „March for Science“.

Science March Trier: 22. April, 13 Uhr, Porta Nigra

Weitere Informationen:

www.facebook.com/ScienceMarchTrier

www.facebook.com/ScienceMarchGER

www.marchforscience.de




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