02.11.2017 - 09:36

Freundeskreis unterstützt Universität auf vielen Gebieten

Bei seiner Gründung 1969 kämpfte der Freundeskreis Trierer Universität dafür, Trier zu einem Universitätsstandort zu machen. Seit der Wiedereröffnung der Hochschule 1970 setzt sich der gemeinnützige Verein über nunmehr knapp 50 Jahre für das Wohl der Universität und für eine Annäherung zur Stadt und zur Region ein. Bei der Mitgliederversammlung wurde nun Bilanz gezogen, wie der Verein diese Aufgabenschwerpunkte in diesem Jahr erfüllt hat.

Der Freundeskreis macht an der Universität vieles möglich, was ohne ihn auf der Strecke bliebe. Forschung und Lehre unterstützte der Freundeskreis beispielsweise durch Förderungen von Konferenzen, studentischen Projekten, Deutschland-Stipendien, Exkursionen, einer Gastprofessur oder von Preisen für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Ein herausragendes Beispiel für Brückenschläge von der Universität in das Umfeld ist die Unterstützung von Projekten, in denen Wissenschaftler mit regionalen Partnern zusammenarbeiten. Jährlich stellt der Freundeskreis dafür 10.000 Euro zur Verfügung.

Das jüngste Projekt ging der Frage nach, wie es um das Sicherheitsgefühl der Menschen in Trier und seinem Umland bestellt ist. In Zusammenarbeit mit der Polizei befragten die Soziologen Prof. Dr. Johannes Kopp und Prof. Dr. Rüdiger Jacob Bürger und führten Untersuchungen vor Ort durch. Die Ergebnisse werden unter anderem im Kriminalpräventiven Rat diskutiert, könnten als Entscheidungshilfen dienen und so den Bürgern zugutekommen. In einem gerade angelaufenen Folgeprojekt der Abteilung Didaktik der Gesellschaftswissenschaften mit Schulen und weiteren Partnern setzen sich Jugendliche auf wissenschaftliche Weise mit historischen, kulturellen, politischen und sozialen Phänomenen in ihrer Umgebung und ihrer Alltagswelt auseinander.Seinem satzungsgemäßen Auftrag, die Verbindung zu den Bürgern zu stärken kam der Verein durch viele weitere Maßnahmen nach, darunter die Förderung des City Campus oder des herausragenden Jubiläumskonzertes des Uniorchesters und -chores Collegium Musicum.

„Der Freundeskreis hat in diesem Jahr wieder einiges auf den Weg gebracht“, blickte der Vorsitzende Helmut Schröer zufrieden zurück. Er mahnte allerdings auch, dass der Verein seine Arbeit künftig „etwas nachdenklicher“ angehen müsse. Grund dafür ist das anhaltend niedrige Zinsniveau, das den finanziellen Rahmen einschränke. „Wir sind dennoch in der Lage, unsere Aufgaben zu erfüllen, so Schröer. Diesen Handlungsspielraum bestätigte Schatzmeister Dr. Peter Späth, der trotz ausbleibender Zinserträge auf eine solide finanzielle Basis des Vereins verweisen konnte.

Dass die Unterstützung des Freundeskreises an der Universität gebraucht wird, verdeutlichte Prof. Dr. Michael Jäckel mit einem Überblick über aktuelle Entwicklungen. Der im Dezember wiedergewählte Universitätspräsident prophezeit eine zweite Amtszeit mit größeren Herausforderungen als in den zurückliegenden sechs Jahren: „Dazu tragen verschiedene Entwicklungen auf unterschiedlichen Ebenen bei. Die Universität wird in fünf Jahren nicht mehr so aussehen wie heute. Wir müssen neue Kooperationsfelder erschließen und Schwerpunkte setzten, um uns gut aufzustellen“, kündigte Jäckel an. Sein Bericht ließ jedoch auch viele positive Ansätze und Entwicklungen an der Universität erkennen. „Es bewegt sich einiges“, so Jäckel.

Für Handlungsbedarf dürfte somit auch beim Freundeskreis Trierer Universität gesorgt sein, dessen Geschäftsführer Dr. Jürgen Grabbe noch einen Aufwärtstrend verkünden konnte. Dem Freundeskreis gehören mittlerweile 396 Mitglieder an - nach 380 im Vorjahr.

Weitere Informationen: www.freunde.uni-trier.de