01.12.2017 - 09:53

Arabischer Frühling im Nahen Osten

Foto:CC BY-SA 3.0 Protesters fests toward Pearl roundabout www.wikipedia.org

Experten aus der Wissenschaft diskutieren an der Universität Trier

Als sich der Arabische Frühling seit Dezember 2010 von Tunesien über Nordafrika in den Nahen Osten ausbreitete, erwachten im Westen Hoffnung auf eine Demokratisierung in den Staaten der Region. Sieben Jahre später ziehen Wissenschaftler an der Universität Trier eine Bilanz der Folgen des Arabischen Frühlings im Nahen Osten. In einer Podiumsdiskussion werden sie am 11. Dezember die Lage in der Region analysieren und einen Ausblick wagen.

Das thematische Spektrum der Veranstaltung reicht von der Diagnose des Phänomens eines arabischen Frühlings und der Bestandsaufnahme der aktuellen Situation bis hin zur Diskussion großer Herausforderungen und Probleme, die sich etwa in der Ausbreitung von terroristischen Strukturen oder aber der durch vielfältige Krisen hervorgerufenen Flüchtlingsbewegungen zeigen. Beim Blick in die Zukunft des Arabischen Frühlings wird auch die Rolle Deutschlands, Europas, des Westens und weiterer Akteure auf der politischen Weltbühne Gegenstand der Diskussion sein.

Das Podium ist hochkarätig besetzt: Dr. Lars Berger ist Associate Professor für Internationale Sicherheit an der englischen Universität Leeds. Er forscht zu islamistischem Terrorismus, der US-amerikanischen Innen-, Außen- und Antiterrorismus-Politik sowie zur nationalen und internationalen Politik der arabischen und muslimischen Welt.

Prof. Dr. Thomas Demmelhuber hat an der Universität Erlangen-Nürnberg den Lehrstuhl für Politik und Gesellschaft des Nahen Ostens inne. Seine Forschungsschwerpunkte zu den Staats-, Gesellschafts- und Herrschaftssystemen des Nahen Ostens ergänzt er um die überregionale Einbindung in die internationale Politik und die Rolle externer Akteure in der Region, beispielsweise der USA und EU.

Dina Fakoussa ist Leiterin des Arbeitsbereichs „Naher Osten und Nordafrika“ bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin. Zu ihren Fachgebieten zählen die deutsche Politik gegenüber dem Nahen Osten und Nordafrika sowie die europäische Nachbarschaftspolitik. Wie auch die anderen Podiumsteilnehmer hat sie eine Reihe von Forschungs- und Arbeitsaufenthalten in unterschiedlichen Ländern der Region absolviert.

Dr. Michael Lüders (Berlin) ist Politik- und Islamwissenschaftler und Autor von Sachbüchern sowie eines Romans zu den Konflikten im Nahen Osten. In diesem Jahr setzte er sich als Gastprofessor an der Universität Trier in drei Vorträgen zum Thema „Wie nahe ist der Nahe Osten?“ kritisch mit der Interventionspolitik des Westens auseinander.

Die Podiumsdiskussion wird durch den Präsidenten der Universität, Prof. Dr. Michael Jäckel, eröffnet und von Manuel Fröhlich, Professor für Internationale Beziehungen und Außenpolitik an der Universität Trier, moderiert. Nach dem Gespräch auf dem Podium hat das Publikum Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit den Wissenschaftlern zu diskutieren.

Podiumsdiskussion
„Der Nahe Osten im Wandel. Eine Bilanz des Arabischen Frühlings“,
Montag, 11. Dezember, 18.00 Uhr,
Universität Trier, Audimax (Mensagebäude)

Teilnehmer: Dr. Lars Berger (Universität Leeds), Prof. Dr. Thomas Demmelhuber (Universität Erlangen-Nürnberg), Dina Fakoussa (Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, Berlin), Michael Lüders (Wissenschaftler und Journalist, Berlin). Moderation: Prof. Dr. Manuel Fröhlich (Universität Trier).

Kontakt
Prof. Dr. Manuel Fröhlich
Politikwissenschaft
Tel. 0651/201-2130
E-Mail: froehlichuni-trierde