BAföG Kurz und Knapp

Stand: August 2014

Hier beantworten wir Ihre ersten fünf Bafög-Fragen:

 

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Wieviel BAföG bekomme ich?

Die Höhe der Förderung, richtet sich nach individuellem Voraussetzungen, die für jeden einzelnen Antrag ermittelt werden, beiliegende Liste beinhaltet die jeweilige Höchstförderung:

BAföG-Förderungsbetrag

Studierendein Deutschland bzw. im EU-Ausland
außerhalb wohnendbei Eltern wohnend
Grundbedarf

399€

399€

Bedarf bei Unterkunft

250€

52€

Regelbedarf

649€

451€

Krankenversicherung (gesetzl. KV)

71€

71€

Pflegeversicherung

15€

15€

Maximalförderung

735€

537€


Wie bestimmt sich die Höhe der Förderung?

Die Höhe der BAföG - Förderung hängt

1. von Ihren Einkünften und Ihrem Vermögen ab
2. vom Einkommen der Eltern und/ oder des Ehegatten ab.

Kindergeld wird nicht als Einkommen angerechnet.
Maßgeblich für die Berechnung des BAföG sind Ihre Einkommensverhältnisse im Bewilligungszeitraum und Ihre Vermögensverhältnisse am Tag der Antragstellung und die Einkommensverhältnisse der Eltern/Ehegatten im vorletzten Jahr vor Beginn des Bewilligungszeitraumes. Beispiel: Beginn des Bewilligungszeitraumes 1. Oktober 2016 = Einkommensverhältnisse Kalenderjahr 2014.

Vom Einkommen Ihrer Eltern und/oder des Ehegatten werden unterschiedlich hohe und unterschiedlich viele BAföG - Freibeträge abgezogen. Dies hängt vom Familienstand der Eltern, der Zahl Ihrer Geschwister und deren Ausbildungsart, von Unterhaltszahlungen an Großeltern usw. ab. Weiterhin können auf besonderen Antrag außergewöhnliche Belastungen, wie sie das Einkommensteuergesetz vorsehen, ggfl. berücksichtigt werden. Feste Einkommensgrenzen existieren nicht.

Der Freibetrag von Ihrem eigenen Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit in Höhe von 290,00 EUR monatlich netto entspricht monatlich ca. 450 EUR brutto, d.h. ein 450 EUR - Job ist möglich, ohne dass sich die Höhe der BAföG - Förderung verändert. Wird z.B. nur in den Semesterferien gejobbt, ist der Bruttobetrag von 5.400 EUR in einem 12-monatigen BAföG - Bewilligungszeitraum maßgebend.

Wichtig: Auch Waisenrenten, Waisengelder, andere Ausbildungsbeihilfen ( z.B. ausländische Studienbeihilfen des Cedies) u.ä., gelten als Einkommen des/der Auszubildenden. Hier gelten geringe Freibeträge oder Null-Freibetrag. Der Freibetrag von Ihrem eigenen Vermögen beträgt ab 01.10.2016 7.500 EUR im Bewilligungszeitraum.


Wann wird das Einkommen der Eltern nicht berücksichtigt?

Das Einkommen der Eltern wird in der Regel nicht berücksichtigt, wenn Sie bei Beginn des Studiums nach Vollendung 18. Lebensjahres 5 Jahre erwerbstätig waren oder bei Beginn des Studiums nach Abschluss einer vorhergehenden, zumindest dreijährigen berufsqualifizierenden Ausbildung, drei Jahre oder im Falle einer kürzeren Ausbildung entsprechend länger erwerbstätig waren.

Wichtig: Erwerbstätig heißt, dass Sie soviel verdient haben müssen, dass Sie sich ohne Inanspruchnahme Ihrer Eltern selbst unterhalten konnten.

Elternunabhängige Förderung wird auch geleistet, wenn Sie bei Beginn des Studiums das 30. Lebensjahr vollendet hatten.

Wichtig: Wenn Sie ein Studium nach Vollendung des 30. Lebensjahres aufnehmen, können Sie grundsätzlich nur Förderung erhalten, wenn Sie die besonderen Voraussetzungen nach § 10 Abs. 3 BAföG erfüllen (www.bmbf.de).
Bei Aufnahme eines Masterstudiums liegt die Grenze bei 35 Jahren.

Bei elternunabhängiger Förderung sind Einkommenserklärungen der Eltern nicht mehr erforderlich. Das Einkommen des Ehegatten wird aber immer angerechnet.

 

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Wie lange werde ich gefördert?

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Ausbildungsförderung wird auf schriftlichen Antrag vom Beginn des Monats an gewährt, in dem die Ausbildung tatsächlich aufgenommen wird; das ist in der Regel beim Studium der Beginn der Vorlesungen. Frühestens wird Ausbildungsförderung jedoch vom Beginn des Antragsmonats geleistet; es gibt also keine Rückwirkung. Wer seinen Antrag also zu spät stellt, verliert daher Leistungen, die ihm bei rechtzeitiger Antragstellung zugestanden hätten.

Die Förderung endet mit dem Bestehen der Abschlussprüfung, dem Abbruch der Ausbildung oder mit Erreichen der Förderungshöchstdauer. Die Förderungshöchstdauer entspricht seit dem 1.4.2001 der Regelstudienzeit, die in der Studienordnung für Ihren Studiengang von der Hochschule festgelegt wurde.

Über die festgesetzte Förderungshöchstdauer kann Ausbildungsförderung geleistet werden, z.B. infolge einer Behinderung, einer Schwangerschaft oder der Pflege und Erziehung eines Kindes bis zu 10 Jahren oder aus schwerwiegenden Gründen, insbesondere einer Erkrankung, einer Unterbrechung der Ausbildung zur Ableistung des Grundwehr- oder Zivildienstes oder infolge einer Mitwirkung in gesetzlich vorgesehenen Gremien oder satzungsmäßigen Organen der Hochschulen und der Länder sowie satzungsmäßigen Organen der Selbstverwaltung der Studierenden an diesen Ausbildungsstätten sowie der Studentenwerke.

Weitere Informationen unter (www.das-neue-bafoeg.de).


Hilfe zum Studienabschluss

Auszubildende, die sich in einem in sich selbständigen Studiengang befinden( nicht Ergänzungs- oder Aufbaustudiengang), können Ausbildungsförderung über die Förderungshöchstdauer oder der verlängerten Förderungsdauer hinaus für höchstens 12 Monate als Hilfe zum Studienabschluss erhalten. Voraussetzung ist, dass spätestens innerhalb von 4 Semestern -nach Ablauf der Förderungshöchstdauer oder der verlängerten Förderungsdauer- die Zulassung zur Abschlussprüfung erfolgte und die Prüfstelle bescheinigt, dass die Ausbildung innerhalb der verlängerten Förderungsdauer abgeschlossen werden kann. Diese Hilfe zum Studienabschluss wird als verzinsliches Bankdarlehen gewährt.

 

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Wo erhalte ich einen BAföG - Antrag?

Soweit Sie Studierende/r der Universität oder Hochschule Trier sind oder werden wollen, richten Sie Ihren Antrag an:

Universität Trier
Amt für Ausbildungsförderung
Universitätsring 15
54286 Trier

Studierende des Umweltcampus-Birkenfeld wenden sich an:

FH Trier Umwelt-Campus Birkenfeld
Hochschule Trier
Umwelt-Campus Birkenfeld
Amt für Ausbildungsförderung
Postfach 13 80
55761 Birkenfeld
Fax: 06782/1711689

Es empfiehlt sich, den Antrag in der Sprechstunde rechtzeitig und persönlich abzugeben, da die Mitarbeiter/innen die Vollständigkeit prüfen und für eine weitergehende Beratung zur Verfügung stehen. Selbstverständlich können Sie den Antrag auch postalisch an die oben genannte Adresse senden.

Sie erleichtern uns die Bearbeitung Ihres Antrages, wenn Sie

  • den Antrag rechtzeitig einreichen; d. h. Wiederholungsanträge, die für das Wintersemester gestellt werden, sollten bereits Ende April/ Anfang Mai eingereicht werden. Die Immatrikulationsbescheinigung des Wintersemesters ist nach Erhalt unverzüglich nachzureichen, was schnellstmögliche Rückmeldung beim Studentensekretariat voraussetzt. Für das Sommersemester gestellte Wiederholungsanträge sollten bis Ende Dezember vorliegen;
  • alle Formulare vollständig und gewissenhaft ausfüllen;
  • alle zur Bearbeitung des Antrages notwendigen Unterlagen beifügen;
  • den Antrag persönlich in der Sprechstunde abgeben; so können Missverständnisse gleich ausgeräumt, offene Fragen beantwortet und fehlende Angaben/Unterlagen ohne Zeitverlust nachgefordert werden;
  • Die benötigten Formulare finden Sie im Formularregal mit Standort im Foyer des Verwaltungsgebäudes (V-Gebäude).
  • Bitte teilen Sie uns jede Änderung in Ihrer wirtschaftlichen Lage sowie der Familie- und Ausbildungsverhältnisse (Ihrer und die der Geschwister) mit Nachweisen unverzüglich schriftlich mit. Grundsätzlich gilt, dass Sie und Ihre Eltern beziehungsweise der Ehegatte jede Änderung der im Antrag gemachten Angaben unverzüglich schriftlich dem Amt für Ausbildungsförderung anzuzeigen haben, um förderungsrechtliche Nachteile zu verhindern. Dazu gehören u. a. auch durch Krankheit bedingte Ausfallzeiten und im Ausland durchgeführte Praktika.
  • Eine Weiterförderung ab dem 5. Semester ist ohne ordnungsgemäße Vorlage der Nachweise über die Eignung nach dem § 9 und 48 BAföG nicht möglich.
  • Jede Änderung beim Studentensekretariat muss durch Sie selbst als schriftliche Mitteilung und gegebenenfalls mit Belegen in Ihre Förderungsakte gelangen.
  • Beraten Sie sich im Fachbereich über Ihre Fächerkombinationen, den Studienablauf und Ihr Studienziel. Fast jede Änderung des Studiums hat für die Förderung Konsequenzen. Bitte unterrichten Sie sich zuvor über die Folgen in der Sprechstunde des Amtes für Ausbildungsförderung.


Wann sollte der Antrag gestellt werden?

Ausbildungsförderung wird vom Beginn des Monats an geleistet, in dem die Ausbildung aufgenommen wird, frühestens jedoch vom Beginn des Antragsmonats an.
Ein Erstantrag bei Studienbeginn muss daher bis spätestens am letzten Tag des Monats der Studienaufnahme beim Amt für Ausbildungsförderung eingegangen sein. Maßgeblich ist dabei nicht der Zeitpunkt der Aufgabe bei der Post, sondern immer der Eingangsstempel des BAföG-Amtes. Geht der Antrag zu spät ein, verlieren Sie u.U. für einen ganzen Monat die Förderung. Es empfiehlt sich, den Antrag auch dann schon zu stellen, wenn Sie noch keine Immatrikulationsbescheinigung haben. Diese ist aber nach Erhalt unverzüglich nachzureichen.


Lückenlose Finanzierung

Sie brauchen eine möglichst lückenlose Finanzierung Ihres Studiums. Und insofern Sie BaföG-Empfänger/in sind, wird Ihnen Ihre Förderung in der Regel für 12 Monate gewährt.

Damit Sie sich möglichst immer voll auf Ihr Studium konzentrieren können ohne plötzlich vor finanziellen Problemen zu stehen, müssen Sie während dieser 12 Monate nur einmal rechtzeitig selbst mitwirkend vorsorgen.

Rechtzeitig bedeutet, Sie müssen mindestens zwei Monate vor Ablauf des Zeitraumes, für den Ihnen bereits BAföG bewilligt wurde, Ihren Antrag auf Weiterförderung und diesen im wesentlichen vollständig gestellt haben.

In Ihrem eigenen Interesse wäre es jedoch besser, wenn Sie Ihren Antrag schon 5 Monate vor Ablauf des sogenannten Bewilligungszeitraumes stellen. Um den richtigen Zeitpunkt für Ihre Antragsstellung nicht zu verpassen, reicht ein Blick in Ihren Bewilligungsbescheid.

Die notwendigen Antragsformulare halten wir für Sie im Formularregal oder über das Sekretariat (Tel.: 0651/201-2787) bereit.


Was muss zusätzlich zum Antrag mit abgeben werden?

Den Hinweisen zu den Antragsformularen und auch den Formularen selbst ist in aller Regel zu entnehmen, welche zusätzlichen Unterlagen bzw. Belege mit abzugeben sind. Die wichtigsten:

Wenn Sie selbst zur Miete wohnen -
Bescheinigung des Vermieters über die Höhe der Mietkosten;

Wenn Bruder oder Schwester sich in Ausbildung befindet- Bescheinigung der Ausbildungsstätte, z.B. Immatrikulationsbescheinigung, Kopie vom Lehrvertrag, Schulbescheinigung (ab Klasse 10) o.a.;

Wenn Sie selbst nicht bei den Eltern krankenversichert sind- Krankenversicherungsnachweis;

Wenn Sie selbst über Einkommen und Vermögen verfügen- Verdienstbescheinigungen, Nachweise über Vermögenswerte ( Informationen über Vermögen www.bmbf.de)


Erforderliche Antragsformulare

Folgende Formblätter sind notwendig, wenn Sie zum ersten Mal BAföG beantragen:

Formblatt 1 (Antrag des/der Auszubildenden)
Anlage B zu F1 (Schulischer und beruflicher Werdegang)
Formblatt 2 (Immatrikulationsbescheinigung nach § 9 BAföG)
jeweils ein Formblatt 3 (Einkommenserklärung Vater/ Mutter/ Ehegatte)
Ausländische Studierende zusätzlich Formblatt 4

Der Einkommenserklärung auf Formblatt 3 sind entsprechende Belege bezüglich der jeweiligen Einkommensart beizufügen, z.B. Einkommensteuerbescheid, Rentenbescheid, Arbeitslosengeldbescheid, Krankengeldbescheid, Verdienstbescheinigungen o.a.;
Wichtig:
Kindergeld gilt nicht als Einkommen und braucht nicht angegeben zu werden.
Für einen Weiterförderungsantrag benötigen Sie außer dem schulischen und beruflichen Werdegang die gleichen Formblätter.

Wird Ausbildungsförderung ab dem 5. Semester beantragt, ist eine Eignungsbescheinigung nach § 48 BAföG i.d.R. auf Formblatt 5 erforderlich.
Sofern sich das Einkommen der Eltern/ des Ehegatten gegenüber dem vorletzten Jahr aktuell verringert hat, kann ein sogenannter Aktualisierungsantrag auf Formblatt 7 gestellt werden.
Lassen Sie sich aber auf jeden Fall vor der Antragstellung im Amt beraten!

Wichtig: Alle Antragsformulare erhalten Sie im Amt für Ausbildungsförderung. Da die Formulare bundesweit einheitlich sind, können Sie auch die von anderen Ämtern benutzen. Der komplette Antrag steht auch auf der Homepage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Download bereit: www.bafoeg.bmbf.de

 

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Auslandsbafög?

Wer für die Auslandsförderung zuständig ist, erfragen Sie bitte bei Ihrem jeweiligen Sachbearbeiter.

 

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Wann muss die BAföG - Förderung zurückgezahlt werden?

Das Bundesverwaltungsamt (www.bundesverwaltungsamt.de) ist für die Einziehung des Darlehens zuständig. Die Rückzahlung des Darlehensanteils beginnt ca. 5 Jahre nach dem Ende der BAföG - Förderungshöchstdauer (nicht nach dem Ende des Studiums) und dauert längstens 20 Jahre. Etwa ein halbes Jahr vor Beginn der Rückzahlungspflicht wird die Höhe der Darlehenssumme sowie der Rückzahlungsbeginn mitgeteilt.


Wie viel muss zurückgezahlt werden?

Studierenden - BAföG wird in der Regel zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Darlehen gewährt. Dieses zurückzuzahlende Darlehen beträgt bei Studienbeginn ab März 2001 maximal 10.000,00 EUR; dies gilt aber nicht rückwirkend vor März 2001. Die Höhe der monatlich zurückzuzahlenden Raten liegt in der Regel bei 105,00 EUR. Auf Antrag, der innerhalb eines Monats nach dem Erhalt des Rückzahlungsbescheides zu stellen ist, gibt es unterschiedliche Darlehenserlasse (www.bundesverwaltungsamt.de) , z.B. für ein besonders schnelles, erfolgreiches Studium oder bei vorzeitiger Rückzahlung, ähnlich bei Kindererziehung. Die Rückzahlung ist einkommensabhängig, d.h. Geringverdiener können von der Rückzahlung freigestellt werden.

Adressen- und Namensänderungen müssen dem Bundesverwaltungsamt gemeldet werden, und zwar auch schon vor Erhalt des Rückforderungsbescheides (BVA, 50728 Köln; bafoegbva.bundde).

 

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